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Urenkelin des Firmengründers zu Besuch bei Benecke-Kaliko

Edith Netter besichtigt das Eislinger Werk

02.5.2014 - Pressemitteilung ContiTech

 

Hoher Besuch im Eislinger Werk von Benecke-Kaliko: Edith Netter machte sich vor Ort ein Bild von dem Unternehmen, das ihr Urgroßvater Nathan Netter 1886 zusammen mit Siegmund Eisig in Göppingen gegründet hat.
„Toll, was inzwischen daraus geworden ist“, meinte die sichtlich begeisterte Besucherin beim Rundgang durch die Produktion. Begleitet wurde sie dabei von Werkleiter Jörg Fröhlich, mit dem sie anschließend bei einer Tasse Kaffee über die Firmengeschichte, die Produkte von damals und heute sowie über die Geschäftsbeziehungen zu namhaften Automobilherstellern plauderte. Schließlich hatte sie von ihrem Großvater Heinrich Netter, der in den 1920er-Jahren in die Geschäftsführung eingestiegen war, viel über die Vergangenheit des Unternehmens erfahren..
Der Besuch bei Benecke-Kaliko war über den SPD-Fraktionsvorsitzenden im Eislinger Gemeinderat, Peter Ritz, zustande gekommen. Der wiederum hatte durch die Göppinger Stolpersteininitiative den Kontakt zu Netter hergestellt. Die Stolpersteine erinnern als Gedenktafeln an das Schicksal von Opfern des Nationalsozialismus.
Ritz kontaktierte Edith Netter, deren Vater Ende der 1990er-Jahre in New York gestorben ist, per E-Mail. Und weil sie sich sehr für die Familiengeschichte interessiert, antwortete sie prompt, sodass wenig später der Besuch vereinbart wurde. Natürlich schaute sie bei der weiten Reise nicht nur bei Benecke-Kaliko vorbei: Treffen mit alten Bekannten der Familie standen ebenso auf dem Programm wie ein Besuch des ehemaligen Familienanwesens und des jüdischen Friedhofs zusammen mit Stadtarchivar Martin Mundorff.
Edith Netter, Jahrgang 1949, wohnt in Boston und unterhält eine Anwaltskanzlei in Cambridge Massachusetts. Ihr Mann, Ashley Brown, der ebenfalls bei der Werkbesichtigung dabei war, unterrichtet dort Recht an der berühmten Harvard-Universität.
Vom lokalen Anbieter an die Spitze des Weltmarkts
Die von Netter und Eisig gegründete offene Handelsgesellschaft „zur Fabrikation von imitiertem Leder und Buchbindercalicot“ lieferte ursprünglich feines Baumwoll- und Leinengewebe an Kunden in der Region. 1910 beschäftigte das Unternehmen bereits mehr als 100 Mitarbeiter. In den 1920er-Jahren zog der Export deutlich an, Kunden kamen aus mehr als 60 Ländern. 1923 übernahm Netter & Eisig eine Weberei in Eislingen und errichtete dort eine rasch wachsende Fabrik für die Kunstlederfertigung, die bald auch für die junge Automobilindustrie produzierte. Erst der Nationalsozialismus stoppte den Erfolg der Unternehmerfamilien, die in die USA flüchten mussten.
Seit 1938 firmierte das Unternehmen unter Göppinger Kaliko- und Kunstleder-Werke. 1993 wurde die Göppinger Kaliko in die J.H. Benecke AG in Hannover eingebracht. Die dadurch entstehende Benecke-Kaliko AG wurde in die Continental-Division ContiTech integriert und ist heute der führende Spezialist für Oberflächen in der Automobilindustrie. Das Eislinger Werk beschäftigt 480 Mitarbeiter und liefert pro Jahr mehr als 14 Millionen Quadratmeter Bezugsmaterial an die Automobilindustrie.
In den vergangenen Jahren ist der Standort mit Millioneninvestitionen zum Kompetenzzentrum für TPO-Kunststoffe umgebaut worden, die im Automobilbau für Instrumententafeln oder Türverkleidungen eingesetzt werden. Die Entscheidung hat sich ausgezahlt: „Wir arbeiten heute rund um die Uhr und an sieben Tagen pro Woche“, erklärt Fröhlich.

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• Interessante Einblicke in die Familiengeschichte gewonnen
• 480 Mitarbeiter produzieren jährlich mehr als 14 Millionen Quadratmeter Bezugsmaterial für die Automobilindustrie

 

 

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Eislingen

Werkleiter Jörg Fröhlich (l.) führt Edith Netter und ihren Mann Ashley Brown durch die Produktion. Peter Ritz (r.) hatte den Kontakt hergestellt.


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