zurück zur TITELSEITE   

Ihre Meinung? ...hier gehts zur Leser-Innen-Briefseite

www.eislingen-online.de

 

Lohnende Gipfelziele in den Ötztaler Alpen

Auf dem Fuldaer- und Offenbacher Höhenweg

13.9.2015 - Franz Rink

 

Auf attraktiven Höhenwegen waren vier Bergkameraden der Sektion Hohenstaufen im Deutschen Alpenverein (DAV) vier Tage unterwegs. Der Fuldaer – und Offenbacher Höhenweg zählen zu den schönsten Bergwanderungen im hochalpinen Gelände. Zwischen 2200 und 2500 Meter hoch, runde zwölf Kilometer lang, die Gefahrenstellen mit Drahtseilen versichert, sind die Gletscherriesen der Ötztaler Alpen mit Tirol höchstem Berg der Wildspitze 3774 m oftmals zum Greifen nahe. Kondition, Trittsicherheit und Bergerfahrung war bei den Besteigungen der 3296 Meter hohen Hinteren Ölgrubenspitze und des Wurmtaler Kopf ,3228 m. erforderlich. Bis zu zwölf Stunden dauerte ein Bergtag, wobei in den Gipfelbereichen bei Blockkletterei (I-II Stellen) lose und brüchige Platten erhöhte Aufmerksamrecht erforderten. Belohnt wurde man an den Gipfelkreuzen durch eine atemberaubende Aussicht auf die vergletscherten Berge der Ötztaler Alpen. Ja selbst bis in den Festsaal der Alpen, die Bernia, mit ihren berühmten Gipfeln sah man hinein. Genächtigt wurde im Taschachhaus ein hochalpiner Stützpunkt und Ausbildungsstätte der DAV-Bundesgeschäftsstelle München auf 2443 Meter Höhe und in der Riffelseehütte, 2293 m der Sektion Frankfurt/Main. Ein ganz dickes Lob gebührt Rolf Rommelspacher, Hattenhofen, der diese wunderschöne Bergfahrt wie immer bestens organisiert und souverän geführt hat.

Nach zwei Terminverschiebungen wegen Schneefall bis an die 2000er Grenze klappte es im dritten Anlauf umso besser. Ein stabiles Hochdruckgebiet gab den Startschuss. Ein Traumwetter, wie es besser nicht sein könnte. Der Berg ruft. Im hintersten Pitztal, in Mandarfen ,1675 m wurden die Bergstiefel geschnürt, der Rucksack geschultert und los ging es. An der Taschachalm vorbei hinauf zum höchstgelegenen Bergsee Österreichs dem Riffelsee auf 2233 Meter Höhe. Hier beginnt der Fuldaer Höhenweg, am Anfang noch ein ausgetretener Pfad über steile Grashänge, im letzten Drittel übergehend in Schrofen - und Felsgelände und im Blickfeld immer die imposanten Gletscherberge der Ötztaler Alpen. Knappe sieben Stunden später erreichte man das Taschhachhaus, 2443m. Ein moderner Stützpunkt der DAV-Bundesgeschäftsstelle München mit Seminarräumen und Kletterhalle inklusive. Anderntags wanderte man am Sexegertenbach entlang zum Ölgrubenjoch ,3013 m.
Der Aufstieg zur Hinteren Ölgrubenspitze, 3296 m einem lohnenden Aussichtsberg am Süd Ende des Kaunergrates verlangte höchste Konzentration. Durch die stetige Klimaerwärmung und Permafrostbildung löst sich die obere Gesteinsschicht immer mehr auf, wird brüchiger und die Steinschlaggefahr steigt immens. Am kargen Gipfelkreuz reichte man sich die Hand, Berg Heil, Handschlag ein Lächeln, gratis gab es atemberaubende Aus- und Weitblicke.

Der Berg gehört dir erst wenn du wieder unten bist (Zitat Hans Kammerlander), analog der Aufstiegroute trat man den Rückweg an.
Knappe neun Stunden später war man wieder am Taschhachhaus. Noch länger, sollte der nächste Tag werden. Erneut ein Bilderbuchwetter, Eile war deshalb auf der 1998 neu angelegten Trasse des Offenbacher Höhenweg nicht geboten. Zu Beginn bestens markiert und einfach zu gehen. Der Gipfelaufstieg zum Wurmtaler Kopf, 3228 m,vor allem die letzte Passage ist aber nur für geübte, trittsichere Alpinisten zu empfehlen. Viereinhalbstunden bis zum Gipfelkreuz gelten als Richtzeit sagte uns ein „Bergarbeiter“, der gerade die Biwackschachtel unter dem Kreuz abmontierte, nur zehn Minuten länger dauerte unser Aufstieg.

Erneut genossen wir eine grandiose Aussicht. Beim Abstieg über den Westgrad, im Steinschlag gefährtetem Gelände hinab zum Gletscherbecken des Riffelferners war höchste Aufmerksamkeit erforderlich. Die kurze Passage über den Riffelferner wurde mit Steigeisen locker gemeistert.
Die größten Schwierigkeiten gab es anschließend beim überqueren von reißenden Sturzbächen. Aus morgendlichen Rinnsälen bildeten sich durch die Sonneneinstrahlung auf die Gletscher reißende Bäche, die nur mit Hilfe von selbsterbauten Steinbrücken zu überwinden waren. Müde erreichte man nach zwölf Stunden die 2293 Meter hoch gelegene Riffelseehütte.
Am nächsten Tag nahm man etwas wehmütig Abschied von einer herrlichen Bergwelt. Ganz gemütlich, innerlich gestärkt und zufrieden, wanderte man auf einem Panoramaweg hinab nach Mandarfen. Eine schöne Tour ging zu Ende.

Ein besonderer Dank geht an unseren Rolf „Ro-Ro“ Rommelspacher, der die Bergfahrt bestens vorbereitet hatte und souverän führte.

Teilnehmer: Rolf Rommelspacher, Hattenhofen; Gerhard Raab, Faurndau; Rolf Schirmer, Rechberghausen; Franz Rink, Eislingen

 

 

Aufrufe dieser Seite seit 13.09.2015: 1614

zur Druckansicht

Am Ölgrubenjoch, 3013. Im Hintergrund rechts die Wildspitze, 3774 m


Die Hintere Ölgrubenspitze,3296 m.

Am Gipfelkreuz der Hinteren Ölgrubenspitze, 3296 m. Blick in den Festsaal der Alpen, die Bernia. Links Piz Palü, mitte Piz Bernina mit Biancograt

Beim Abstieg von der Ölgrubenspitze

Am Gipfelkreuz des Wurmtaler Kopf, 3228 m

Wurmtaler Kopf, 3228 m

„Bergarbeiter“ beim Bau des Fundament für die Biwackschachtel

Abstieg am Westgrad

Am Riffelferner

Abschied von der Riffelseehütte und einer wunderschönen Bergfahrt

Hier zum Aufruf aller Artikel der Rubrk(en): DAV Sektion Hohenstaufen -



Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Fechten: Mannschaftssilber in Nürnberg

20.6.2017 - Thomas Schaich

Bei den deutschen Meisterschaften der B-Jugend in Nürnberg konnten zwe unsererer Eislinger mit dem Team aus Württemberg Silber im Mannschaftswettbewerb gewinnen.
Simon von Buch und Lucas Wagner konnten zusammen mit ihren beiden Künzelsauer Teamkollegen mit einem Freilos in das Turnier starten. In den letzten 8 schlugen sie dann zuerst das Team aus Hessen zu 38 um danach im Halbfinale Nordrhe...

..lesen Sie hier weiter


TSG-Fechten: Europameisterschaft mit Ann-Sophie Kindler

18.6.2017 - Thomas Schaich

Bei der in Tiflis/Georgien stattfindenden Europameisterschaft war erfreulicherweise auch unsere Ann-Sophie Kindler mit dabei.
Im Einzel wurde Ann-Sophie ins kalte Wasser geworfen. Mit einer der schwersten Runde war der Einzug in die nächste Runde unglaublich schwer. In einer Runde mit der kommenden Europameisterin, der Bronzemedaillengewinnerin und der zwölften der Weltrangliste schlitterte s...

..lesen Sie hier weiter


TSG-Fechten: Gold und Bronze in Dortmund

15.6.2017 - Thomas Schaich

Beim Juniorenqualifiktionsturnier in Dortmund, das wie immer schon für die nächste Saison zählt, konnte Frederic Kindler die Konkurrenz hinter sich lassen und Gold holen. Bei den Damen konnte Valentina Volkmann Bronze holen. Zudem gab es für Lea Hartmann, Carol-Ann Kuhn und Adrian Degen Top-8-Platzierungen.
Frederic blieb das ganze Turnier über fehlerfrei. Sicher in den letzten 8 schlug er...

..lesen Sie hier weiter


Zuschauerrekord im Eichenbach-Stadion

Rutesheim besiegt Heiningen im Relegationsspiel deutlich mit 7:1 Toren

14.6.2017 - 1.FC Eislingen Rupp/Heck

tr.) Lob von allen Seiten gab es für die Macher des FC Eislingen. Das Eichenbachstadion war am vergangenen Sonntag Schauplatz des zweiten Relegationsspieles um den Aufstieg in der Verbandsliga Württemberg. Dabei unterlag der Landesligazweite FC Heiningen dem Zweiten der Staffel 1, SKV Rutesheim, deutlich mit 1:7 Toren.
Während es für Heiningen, vor der Haustüre in Eislingen nicht zum erhoff...

..lesen Sie hier weiter


Aktiv in den Sommer starten: Nach den Pfingstferien gibt es wieder Sport im Park

12.6.2017 - PSE (Pressestelle Stadt Eislingen/Fils)/ Fotos: H.Schöffel

Rechtzeitig zum kalendarischen Sommerbeginn startet in Eislingen ab 19. Juni 2017 wieder „Sport im Park“. Das Bewegungsangebot für alle Altersgruppen lädt, inzwischen im dritten Jahr, bis Ende Juli zu Sport und Spaß im Grünen ein.

„Es geht nicht um leistungsorientierte Sportkurse, sondern um Freizeitangebote unter freiem Himmel, die neugierig machen, Neues auszuprobieren und einfach...

..lesen Sie hier weiter


Fechten: Ann-Sophie Kindler beste Deutsche in Moskau

07.6.2017 - Thomas Schaich

Beim Grand-Prix in Moskau konnte Ann-Sophie Kindler für das beste Ergebnis für den DFB sorgen. Nach einer starken Vorrunde war sie sicher für das Qualifikationstableau qualifiziert. Hier konnte sie sich ebenfalls mit einem ungefährdeten Sieg unter die letzten 64 fechten. Hier stand sie nun als erstes Violet Michel aus den USA gegenüber. Äußert dominant ließ sie hier nichts anbrennen und k...

..lesen Sie hier weiter


in 7 Tagen von Berlin nach Eislingen mit dem Rad

Gebührender Empfang an der Stempelstelle

29.5.2017 - Hans-Ulrich Weidmann

Dieses Jahr wurde der schon länger gefasste Plan in die Tat umgesetzt. Ulrich Dalibor, ein Wanderkamerad von Hans-Ulrich Weidmann (eislingen-online) hat sich mit dem Rad und 10 kg Gepäck auf dem Weg aus seiner Heimatstadt Berlin nach Eislingen/Fils gemacht. In acht Etappen erreichte er bei strahlendem Wetter über Hohenstaufen die Eislinger Gemarkung. Dort wurde er, wie bei Radrennen üblich, v...

..lesen Sie hier weiter


TSG-Fechten: Mannschaftsbronze in Künzelsau

29.5.2017 - Thomas Schaich

Strahlender Sonnenschein. Keine Wolke am Himmel. Ein perfekter Tag… für die deutschen Meisterschaften der A-Jugend 2017. Im nicht allzu weit entfernten Künzelsau kämpften die Eislinger Fechterinnen und Fechter Samstag und Sonntag um die Medaillen.
Für das beste Einzelergebnis sorgte Lea Hartmann, die das Turnier auf Platz 7 abschließen konnte. In spannenden Gefechten hatte sie sich in di...

..lesen Sie hier weiter


TSG-Fechten: Weltcups im Doppelpack

23.5.2017 - TS

In der vergangenen Woche fanden gleich 2 Weltcups für unsere Fechter statt. Ann-Sophie Kindler startete bei den Damen in Tunis. Maximilian Kindler und Thomas Schaich traten in Madrid auf die Planche.
Ann-Sophie konnte im afrikanischen Tunis eine gute Leistung abrufen und wurde mit Platz 53 beste Deutsche. Nach einem starken ersten Tag konnte sie sich sicher für die Runde der besten 64 qualifiz...

..lesen Sie hier weiter


AMULT: Spendenlauf auf dem Albtraufgänger

Eislinger Läufer organisierte Lauf über 41 km für den guten Zweck mit.

15.5.2017 - Pressemitteilung AMULT - Fotos: Frank Weller

41 Kilometer rund um Geislingen, um Spenden für Menschen in Afrika zu erlaufen.
Die Kilometer vom Grünenberg nach Gingen hinunter fallen schwerer, als morgens der Anstieg auf den Hohenstein. 41 Km und 1400 Höhenmeter liegen dazwischen. Die Läufer, die sich um 8 Uhr von der Hohensteinhalle in Gingen auf den Weg gemacht haben, sind jetzt fünfeinhalb Stunden unterwegs – müde, aber glücklic...

..lesen Sie hier weiter



Werbeanzeige bei eislingen-online

Werbeanzeige bei eislingen-online

Werbeanzeige bei eislingen-online

Werbeanzeige bei eislingen-online

Werbeanzeige bei eislingen-online

Werbeanzeige bei eislingen-online

Werbeanzeige bei eislingen-online

Wir danken den Werbepartnern für die Unterstützung

[http://www.eislingen-online.de/_artikelanzeige.php?bearbeiten=_2015/2015_371 Lohnende Gipfelziele in den Ötztaler Alpen - eislingen-online 13.9.2015 ]