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Eislingen 2020

Grüne Akzente in unserer Stadt.

30.9.2015 - Kolpingsfamilie Eislingen G.Frank/ K-H Hild

 

Unter dieser Überschrift hat die Kolpingsfamilie Eislingen die Gemeinderatsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen zu einem Gesprächsabend ins Kolpingheim eingeladen. Gekommen sind die Fraktionsvorsitzende Ulrike Haas, Holger Haas und Lothar Weccard.
Die Besucherzahl hielt sich in Grenzen, was aber den Vorteil hatte, dass man sich näher war und sich gut unterhalten konnte. Das war auch im Sinne von Ulrike Haas, die nach der Begrüßung durch Siegfried Riedmüller, die Gesprächsrunde eröffnete, und das Wort an Holger Haas weiter gab. Holger Haas erinnerte an den Ursprung der Grünen, die aus den Naturschutzverbänden entstanden sind und deren Ideen auch heute noch vertreten. Dazu zählen nicht nur die großen weltweiten Probleme, sondern jeder einzelne Baum in Eislingen.
Beim Thema Bau und Verkehr stellte er die Frage: Wie gefällt euch das neue Rathaus? Die Farbe „rot“ dominierte alle Antworten, so verschieden sie auch ausfielen. Er bedauerte, dass in dem neuen Wohn-und Geschäftshaus keine Gastronomie enthalten sein wird, was den Platz auch abends belebt hätte. Die Erhaltung und Entwicklung der Märkte und Ladengeschäfte in der Innenstadt war ein weiteres Thema. Dies hänge sehr stark vom Einkaufsverhalten der Eislinger Bürger ab. Der Rückbau der Stuttgarter Straße dient der Verlangsamung des Verkehrs und soll bewirken, dass der Verkehr noch mehr auf die neue B10 geführt wird, und nährt die Hoffnung diese Straße wieder bewohnbar zu machen und neue Ladengeschäfte anzusiedeln. Auch für manchen privaten Eigentümer könnte es ein Anreiz sein in das Aussehen seines Hauses zu investieren. Das Regierungspräsidium hatte die Erneuerung der Fahrbahndecke geplant und somit war der Umbau zum jetzigen Zeitpunkt günstig. Der Bau des Hirschkreisverkehrs, der im kommenden Jahr starten soll, war das nächst Thema. Im Gemeinderat sei in den vergangenen 20 Jahren über kein Projekt intensiver beraten worden. Viele Untersuchungen hätten ergeben, dass die Sicherheit den Vergleich mit einer
Unterführung aushält. Zwischen Mühlbachstraße und Hirschkreisel gilt dann Tempo 30. Der Kreisel bekommt einen umlaufenden Radweg. Die Stadträte hatten sich durch Besichtigungen verschiedener Kreisel kundig gemacht, so dass am Ende auch einige Stadträte ihre Meinung geändert und für das Projekt gestimmt haben. Der Flächengewinn dürfte bei dieser Entscheidung auch eine Rolle gespielt haben. Im Jahr 2017 soll die Schlossstraße erneuert werden, finanziert aus Mitteln welche beim Bau der Osttangente nicht benötigt wurden. Ein wichtiges Bestreben der Grünen ist es, den Fahrradverkehr zu stärken und die notwendigen baulichen Strukturen zu schaffen. Auch angestrebte Tempo 30 Zonen zielen in diese Richtung. Dass die Regeln von allen Verkehrsteilnehmern eingehalten werden, soll durch sinnvolle Kontrollen durch das Ordnungsamt gewährleistet werden.
Da sich viele Gesetze zu Gunsten des Naturschutzes geändert haben soll der Flächennutzungsplan überarbeitet werden. Dabei soll die Innenentwicklung deutlich Vorrang vor der Außenentwicklung haben. Die Grünen haben den Antrag gestellt, das Landschaftsschutzgebiet im Täle zu erweitern. Holger Haas wies auch auf das Streuobstprogramm der Stadt hin, es kostet nicht viel und zeigt große Wirkung. Am neuen Rathaus wurden Löcher für Mauersegler eingebaut. Im Zuge eines Lärmschutzprogramms sollen weitere Tempo 30 Zonen eingerichtet werden. In städtischen Gebäuden und bei der Straßenbeleuchtung wurde viel in Energieeinsparung investiert, und das nicht nur auf Anregung der Grünen, da ziehen alle Fraktionen mit. Ulrike Haas erklärte, im Schul-und Kinderbetreuungsbereich sei Eislingen gut versorgt. Auf eine Anfrage nach dem Stand der Unterbringung der Flüchtlinge in unserer Stadt teilte Ulrike Haas mit, dass derzeit ca. 80 Flüchtlinge und Asylbewerber in Eislingen wohnen. Wünschenswert seien mehr private Wohnungen für Flüchtlinge.

Von den Zuhörern wurden kritische Fragen zum Öffentlichen Nahverkehr und zur Bebauung am Adlerkeller gestellt. Siegfried Riedmüller regte an, am Straßenschild der Fleischerstraße eine Hinweistafel, welche an die Papierfabrik Fleischer erinnert, anzubringen.
Es war ein interessanter Abend mit vielen Informationen, die es so nur in persönlichen Gesprächen geben kann.

 

 

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v.l. Holger Haas, Ulrike Haas, Lothar Weccard


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