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Mob im Job

24.11.2015 - Kolpingsfamilie Eislingen G. Frank/K-H Hild

 

Michael Back, er arbeitet für die Konflikt-Hotline BW, sprach im Kolpingheim Eislingen zum Thema: Mobbing am Arbeitsplatz. Als früherer Angestellter im Personalwesen einer großen Firma kennt er die Probleme vieler Mitarbeiter. Er macht auch die Arbeitgeber mit verantwortlich, wenn sie nicht erkennen, dass einzelne Mitarbeiter gemobbt werden, was die Firma viel Geld kosten kann.
Der Begriff Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind und über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommen. Das Mobbingopfer wird isoliert. Mobbing ist ein Angriff auf die persönliche psychische und physische Integrität. Die Wiederherstellung psychischer Gesundheit dauert oft länger als die der körperlichen Gesundheit. Mobbing ist als Körperverletzung zu ahnden, und kann im Extremfall zu Selbstmord führen. Mobbing kann soziale Bindungen zu Kollegen, Freunden und auch in der Familie zerstören, und ist auch in vielen Handlungen, wie Verleumdung oder Beleidigung, ein Strafbestand.
Es gibt verschiedene Mobbingformen. Der Chef kann durch die Angestellten raus gemobbt werden (Staffing) , oder umgekehrt mobbt der Chef einen Angestellten (Bossing). Gemobbt wird nicht nur im Betrieb, sonder auch in der Schule zwischen Lehrern und Schülern, und unter den Schülern.(Cyberbulling) Unter jungen Leuten wird häufig über das Internet gemobbt (Cybermobbing), mit dem Ergebnis, dass sich schon mehrere junge Menschen das Leben genommen haben.
Michael Back rät den Betroffenen darüber zu sprechen, in der Familie, mit dem Chef oder auch über die Konflikt-Hotline (Tel. 0180 266 224 64). Ein Anruf aus dem deutschen Festnetz kostet 6 Cent, egal wie lange das Gespräch dauert. Die Ereignisse sollten in einem Tagebuch festgehalten werden, ein Rechtsbeistand könnte eingeschaltet werden.
Informationen über die Arbeit der Konflikt-Hotline BW gibt es im Internet.
(www.mobbing-hotline-bw.de)

 

 

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