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Benefizkonzert des EKG: Kein Tag wie jeder andere

22.1.2016 - Stefan Renner - Bilder: Roland Schmitt

 

Das Jazz&More-Collective bot am EKG Workshops an und gab anschließend gemeinsam mit der Big Band des EKG in der Stadthalle Eislingen ein furioses Benefizkonzert zugunsten der Stiftung Alten- und Familienhilfe Eislingen.

Über Wochen hinweg hingen Plakate in der Stadt und im EKG aus. Sie machten darauf aufmerksam, dass das Jazz&More-Collective am 18.1.2016 ans EKG kommen, dort Jazz-Workshops anbieten und am Abend gemeinsam mit den SchülerInnen auftreten würde. Zum Collective gehören: Joo Kraus, Trompete, Fola Dada, Gesang, Johannes Herrlich, Posaune, Veit Hübner, Bass, Torsten Krill, Schlagzeug, Markus Harm, Saxophon, Martin Schrack, Piano und Göran Klinghagen, Gitarre. Initiator der Gesamtaktion war Studiendirektor Dieter Lässle, der es sich trotz Krankheit nicht nehmen ließ, die Musiker zu begrüßen und im angeschlagenen Zustand dem Konzert seiner Big Band beizuwohnen, das an sich als Abschied aus seinem Schuldienst am EKG gedacht war. Musikkollege Martin Gradner übernahm die Leitung der Big Band und führte sie ganz sicher und selbstverständlich durch den Tag und Abend. Um kurz nach elf Uhr fanden sich die Musiker am EKG ein, wo sie von den SchülerInnen erwartet wurden. Zunächst ging es darum, sich die im Vorfeld angedachten Stücke gegenseitig vorzuspielen und sich über Abläufe auszutauschen. Anschließend verteilten sich die einzelnen Instrumenten-Gruppen mit den jeweiligen Fachleuten in Workshops, bevor am Ende alle wieder zusammenkamen und -spielten. Gewöhnlich werden in einem solchen Rahmen zwei bis drei Stücke erarbeitet. Die SchülerInnen des EKG brachten es aufgrund ihrer Vorbildung und der Vorarbeit der Fachschaft Musik auf vier, die sie dann am Abend in der Stadthalle präsentierten. Das Konzert selbst stand ganz im Zeichen purer Spielfreude. Die Big Band eröffnete den Abend mit „88 Basie Street“. Ganz selbstverständlich, ohne jede Berührungsangst reihten sich die Workshopleiter in diesem ersten Set in die Big Band ein und unterstützten so den kräftigen Sound. Schulleiter Michael von Hagen und Bürgermeister Herbert Fitterling, der auch Vorsitzender der Stiftung Alten- und Familienhilfe ist, lobten in ihren Begrüßungsworten das Engagement aller und verwiesen auf die Sponsoren Kreissparkasse, Volksbank und das Autohaus Kauderer, deren finanzielle Unterstützungen einen solchen Abend und Workshop erst möglich machten und auf den guten Zweck dieser Veranstaltung. Die Spenden gingen allesamt an die Stiftung Alten- und Familienhilfe Eislingen. Mit „Watermelon Man“ von Herbie Hancock wurde dann ein weiterer Klassiker groovend angestimmt. Kräftige, versetzte, sich ergänzende Bläsersätze umrandeten das bekannte Thema.
Solopassagen wurden im gesamten ersten Set zumeist den Schülern überlassen. So wagten sich mutig mehrere Schüler an gelungene Soli heran, etwa Moritz Lindwurm, Franziska Genske, Fabian Sassmann, Tim Müller oder Max Inhofer, der in eine Art Solo-Duett mit Joo Kraus einstieg. Eine Uraufführung im Big-Band-Arrangement erlebte der „Trucker-Blues“ von Martin Schrack, in dessen Verlauf fünf junge Sängerinnen im Kollektiv improvisierend Scatvocals entwickelten, deren Steigerung im freien Chorgesang mündeten. Den Abschluss des ersten Sets machte „How sweet it is“, das schwungvoll swingend von allen gespielt wurde. Die Spielfreude, die diese Aufführung aus den Workshops heraus zum Strahlen gebracht hatte, ließ Großartiges für den zweiten Teil des Abends erahnen. Die Stücke, die nun von den Collective-Musikern gespielt wurden, waren von diesen z.T. selbst geschrieben worden, z.B. das angefunkte „Stompin' Ox“ von Joo Kraus, das swingende „Collateral“ von Martin Schrack oder aber das sich in einem forschen 12/8 Rhythmus wiegende „After the Blue“ von Johannes Herrlich, das für weitläufige und fein gesponnene, sich ständig steigernde Soli von Markus Harm und Joo Kraus genutzt wurde. Den ganzen Abend über bestachen die Musiker durch ihr solistisches Können, das nie zur Schau getragen wurde, sondern stets musikalisch und mit Blick auf das Ausgangsthema des jeweiligen Stücks eingesetzt wurde. Fola Dada ergänzte stimmlich und klanglich auch Instrumentalstücke, indem sie deren Themen mitsang. Ein Höhepunkt unter vielen war das schwedische Volkslied „Visa Fran Utanmyra“ zu dessen Thema über eine repetitive Bassfigur hingeführt wurde und das sich dann über die warme Altstimme von Fola Dada, die von einem choralartigen Bläsersatz getragen wurde, zu einer berührenden Ballade entwickelte, die vom Publikum andächtig aufgenommen wurde. Stücke in persönlichen Arrangements der Musiker, z.B. die „bossaartige“ Ballade „The Summer Knows“ oder das schwer groovende „Psychedelic Sally“ von Horace Silver fügten sich mit den Originals der Musiker im Rahmen des Konzerts zu einem stilistisch vielfältigen Ganzen. Die sympathischen Ansagen von Joo Kraus, Johannes Herrlich und Fola Dada entlockten dem Publikum manchen Lacher, der Umgang der Musiker untereinander war locker, ungezwungen und herzlich. Dieses Collective scheint nicht nur auf musikalischer Ebene zu funktionieren, auch das schien auf die SchülerInnen abzufärben.
Wenn man das Konzert dieser Ausnahmemusiker, ihren Umgang untereinander und ihre Begeisterung erlebte, konnte man sich vorstellen, wie sich dies alles auch auf die Schüler übertrug: Musik und vor allen Dingen das Musik-Machen verbindet – und so war dies eben kein Tag wie jeder andere.


Hier gibt es weitere Informationen zu diesem Artikel:

http://www.ekg-eislingen.de/index.php?id=180

 

 

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