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'Lokale Bildungskatastrophe' in Eislingen? Ganz sicher nicht!

Leserbrief von Karin Schuster an Daniel Grupp/ NWZ

05.3.2016 - CDU Eislingen Karin Schuster

 

Eislingen, 3.März 2016
Lieber Herr Grupp,
„ Lokale Bildungskatastrophe“ betiteln Sie Ihren Kommentar zu Ihrer Berichterstattung über die Schulstatistik 2015/16 im Verwaltungsausschuss in Eislingen und Sie haben auch bereits Verantwortliche für die Ihrer Meinung nach katastrophale Bildungssituation in unserer Stadt gefunden: die Stadträte!
Als CDU-Stadträtin halte ich diese Bewertung für sachlich falsch und äußerst provokativ. Seit wann haben kommunale Gremien die Kompetenz, bei der Entscheidung von Eltern über die schulische Laufbahn ihrer Kinder mitzuwirken? Ist es nicht vielmehr so, dass die grün-rote Landesregierung mit der Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung diese Entscheidung vollkommen und ausgenommen nur den Eltern zuspricht? Dies haben wir zu respektieren. Wenn sich 2015 in Eislingen 24,8% der Eltern für das Gymnasium entschieden haben, so sehe ich darin keinesfalls eine „Bildungskatastrophe“, auch wenn es im Kreis Göppingen 39% und im Land 43,4% waren.
Genau das Gegenteil ist in Eislingen der Fall. Die Eltern haben in unserer Stadt ein vielfältiges Angebot weiterführender Schulen und sie nützen die Chance, ihren Kindern, die ihrer Begabung angemessene Schulbildung zukommen zu lassen. Das Gymnasium muss und kann nicht der Maßstab für eine erfolgreiche Schullaufbahn und Schulbildung sein.
Warum bevorzugen viele Eltern - und dies nicht erst seit Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung - den Weg über die Realschule ins Berufsleben oder zum Abitur? Die Eislínger Zahlen mit 39,6% Übergang in die Realschule sprechen für sich. Und wenn man die Erfolgsquote von Realschülern betrachtet, so erreichen ein Drittel der Abiturienten ihren Abschluss über das Berufliche Gymnasium und so den Zugang zu akademischer Bildung. Nur die Übergangsquote für das Gymnasium zum Maßstab für eine akademische Laufbahn heranzuziehen wird der Bildungsqualität einer Stadt nicht gerecht .Wir tragen in Eislingen durchaus zur Ausbildung junger Akademiker bei. Es gibt keine „lokale Bildungskatastrophe“ in Eislingen!
Als Stadträtin kenne ich das jährliche kritische Betrachten der geringeren Übergangsquote ins Eislinger Gymnasium im Vergleich zum Landesdurchschnitt. Ich sehe darin eine verantwortungsvolle Beratung der GrundschullehrerInnen und eine verantwortungsbewusste Entscheidung der Eltern, ihren Kindern eine mit Misserfolgen gepflasterte Schullaufbahn zu ersparen. Man sollte neben der Übergangsquote nach Klasse vier die jährlichen Rückführungsquoten vom Gymnasium auf andere Schularten erheben, dann würde die Euphorie über die 40% Quote der Realität begegnen. Spätestens nach Klasse 7 und dem Erwerb einer zweiten Fremdsprache lässt sich diese Quote im Gymnasium nicht halten. Dann nehmen die Anmeldungen vom Gymnasium in Klasse 8 der Realschule zu. Die Schulstatistik 2015 des EKG beweist dies: Von 130 Schülern in Kl.5 vor 4 Jahren sind jetzt noch 103 Schüler in Klasse 9 im Gymnasium. Dies entspricht einer kompletten Klasse, die innerhalb von 4 Jahren die Schule verlassen hat. Ich glaube nicht, dass dies nur für Eislingen zutrifft und ich würde eine statistische landesweite Erhebung dazu begrüßen.
Ein weiterer Beweis, dass die Übergangsquote von mehr als 40% unrealistisch ist, sind die Horrormeldungen über Nichtversetzungen an unseren weiterführenden Schulen .Wen wundert's?
Daher, lieber Herr Grupp, wenn „Bildungskatastrophe“, dann bitte an anderer Stelle, aber nicht in Eislingen!
Es grüßt Sie
Karin Schuster
CDU-Stadträtin Eislingen

 

 

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