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Klaus Kelles Appell in Eislingen: Nationalfeiertag zum Volksfest machen!

10.10.2025 - Axel Raisch, CDU

 

Ein starker Besuch wie schon lange nicht mehr erfreute die CDU Eislingen bei der traditionellen Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit in diesem Jahr. Gastredner war der Publizist Klaus Kelle.

„Klasse, dass so viele unserer Einladung gefolgt sind, und die CDU bei der Feier auch nicht unter sich blieb, sondern zahlreiche Nicht-Mitglieder mit dabei waren“, zeigten sich der Fraktionsvorsitzende im Eislinger Gemeinderat, Hans Jörg Autenrieth und der Stadtverbandsvorsitzende Axel Raisch begeistert.
In Kooperation mit den Kreisverbänden der CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) sowie des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) hatte die CDU in die Eislinger Stadthalle eingeladen. Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde noch lange an den Tischen und vor der Stadthalle geredet, diskutiert und der eine oder andere ließ den Mittag noch bei der AWO, die ebenfalls in der Stadthalle wie jedes Jahr ihr Maultaschenessen veranstaltete, im guten Miteinander ausklingen.

Der Journalist Klaus Kelle, der unter Anderen für BILD und Focus geschrieben hatte, berichtete nicht nur spannend und lebendig aus seinem Reporterleben während der Wendezeit in Berlin, sondern plädierte dabei auch für eine neue, selbstbewusstere Feierkultur am Nationalfeiertag.

Nach der Begrüßung durch den Stadtverbandsvorsitzenden Axel Raisch sowie einführenden Worten durch den ehemaligen JU-Kreisvorsitzenden und Historiker Tobias Poetsch, ließ Kelle die Ereignisse aus den Jahren 1989 und 1990 lebendig werden. Und er verriet gleich zu Anfang: Die Deutsche Teilung und das Festhalten der Union am Ziel der Wiedervereinigung sei einst auch der Grund für seinen Beitritt zur CDU vor fast 50 Jahren gewesen.



Der Zeitzeuge ließ Geschichte nicht nur spürbar werden, sondern ordnete die Ereignisse auch ins Hier und Heute ein. Er erzählte bewegend von einer rauschenden Geburtstagsfeier mit dem damaligen Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen, TV-Star Karl Dall, Filmgrößen der damaligen Zeit und Repräsentanten des alten West-Berlins, die in die Nacht des Mauerfalls und unvergessliche Begegnungen mit Bürgern der Sowjetzone überging, von Begegnungen mit Günter Schabowski, die mit einem Interview begonnen hatten, bis zu den Tränen der Rührung von Alt-Kanzler Willy Brandt, die selbst seine Personenschützer mitrissen. Durch diese ganz persönlichen Geschichten machte Klaus Kelle die Bedeutung dieses Tages deutlich, der heute oftmals pflichtschuldig – oder gar nicht mehr – begangen wird.

Zum Abschluss seiner Rede am Vormittag in der Eislinger Stadthalle rief Klaus Kelle daher eindringlich dazu auf, „mehr zu tun, dass unser Nationalfeiertag ein echtes Fest des Volkes wird – so, wie es das in Frankreich, den USA und vielen Ländern auch ist“. Man könne Deutschlandfahnen nicht nur aus dem Fenster hängen oder Fahnen ans Auto stecken, wenn Fußball-„Sommermärchen“ sei. Das könne man auch an jedem 3. Oktober.

Kelle: „Egal, was ihr besitzt, oder was euch bewegt, wie ihr lebt – wir sind Deutschland!“

Bevor mit dem Singen der Nationalhymne der Startschuss für dutzende schwarze, rote und goldene Luftballone gegeben wurde, sie aufsteigen zu lassen und damit über die Stadthalle hinaus auf den Anlass des Feiertages hinzuweisen, appellierte Kelle: „Und weil es sonst keiner macht, werden wir – ja, wir alle hier – Sie und ich – im Jahr 2026 damit beginnen. Am 3. Oktober mit Grillfesten, mit Fahnen raushängen, und alles, was bürgerlich und patriotisch ist, laden wir ein, mitzumachen. Überall in Deutschland: Parteien, Gemeinden, Bürgervereine, Freiwillige Feuerwehr, Schützen…es gibt so viele, die sich freuen, dass wir wieder ein vereintes Deutschland sind. Und die, die nicht zufrieden über den Verlauf des Prozesses sind, die müssen, die wollen wir überzeugen.

Denn wir sind Deutschland. Und es gibt wahrlich Schlimmeres.“

 

 

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