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Besuch im Polizeimuseum Göppingen

Stadtseniorenrat Eislingen unterwegs

21.10.2007 - B. Nürk

 

Eine erfreuliche Anzahl Eislinger Senioren und Seniorinnen hatte sich am Tor der Bereitschaftspolizei in Göppingen eingefunden.
Polizeihauptkommissar Luipold - selbst Ruheständler - begrüßte die Gruppe. Auf dem Weg zum Polizeimuseum über einer ehemaligen Kantine erfuhren die Teilnehmer viel interessantes über die Einrichtung .Zum einen ist die Polizeischule auf dem Gelände untergebracht, zum anderen Einsatzeinheiten der Bereitschaftspolizei. Zwischen beiden Teilen gab es früher einen Zaun. Erfreut nahmen die Senioren zur Kenntnis, daß die Zimmer der Polizeianwärter mit Duschen ausgestattet sind. Auch nach der früheren Verwendung der Gebäude wurde gefragt. Nicht wenigen war die Zeit, als hier ein Krankenhaus war, noch in Erinnerung.
Zunächst dienten die Gebäude als Flakkasernen, im 2. Weltkrieg als Luftkriegsschule für Offiziere. Die Amerikaner verwendeten das Areal als Kriegsgefangenenlager. Weil viele Verletzte darunter waren, wurden die Gebäude als Lazarett genutzt. Daraus entstanden die Landeszentralkliniken. In den frühen 50ern wurde das Krankenhaus nach und nach aufgelöst, und seither ist hier die Bereitschaftspolizei (im Volksmund Bepo ) untergebracht, damals 1000 Personen. Kein Wunder, daß ein 2. Speisesaal und eine 2. Küche nötig war. Nachdem man an Dutzenden Garagen vorbeikommen war, standen die Teilnehmer nun
vor dem Museum.

Vor 3 Jahren hatte der Ruheständler Manfred Luipold mit einigen Kollegen begonnen, das Polizeimuseum einzurichten. Der Schwerpunkt ist die Geschichte der Polizei im ehemaligen Oberamt Göppingen von 1806 bis heute. Für die Eislinger hatte er eine spezielle Mappe mit Bildern und Dokumenten der Polizei aus Groß – und Kleineislingen zusammengestellt.
Auf Napoleon gehen die Landespolizisten zurück. Im vorletzten Jahrhundert gab es Landjäger und Ortspolizisten, die auch Polizeidiener oder Schutzmann genannt wurden. Uniformen, Ausweise, Stiefel waren ausgestellt. Den verzierten Lederhelm probierten einige Mutige auf. Der fast lückenlose Lebenslauf des Landjägers Allmendinger in Göppingen läßt das Polizistendasein um 1900 gut nachvollziehen.
Das nächste Zimmer zeigte Utensilien der Verkehrerziehung und der Verkehrsregelung. Alle dachten an die amlpellosen Jahre, als der Schupo an der Kreuzung mit weißer Mütze und weißen Handschuhen den Verkehr regelte. Bilder für die Schulkinder der 50er jahre zogen die Blicke der Besucher auf sich.
Der folgende Raum zeigte die Landespolizei von 1945 bis heute .Wie sich die grünen Uniformen verändert haben, konnte man anschauen. Fragen der Besucher nach Beförderung oder Polizei und Amerikaner wurden gerne beantwortet.
Wer erinnerte sich nicht an die Zeit, als blaugekleidete Schutzmänner durch die Straßen patrouillierten. Es war die Stadtpolizei, die in Orten ab 5000 Einwohnen von 1945 -1956 der Freund und Helfer war.

Weiter waren verschiedene Ausrüstungsgegenstände ausgestellt, sowie mehrere Taschen, deren Inhalt der Spurensicherung diente. Seit Ende des 19. Jahrhunderts konnte der Polizist damit Fingerabdrücke von Verdächtigen abnehmen. Vorher galt das Körpermeßverfahren.
Im 4. Zimmer befand sich die Gruppe unversehens bei der Ortspolizei. Ein komplett eingerichtetes Dienstzimmer mit Schreibtisch, Uniform auf dem Ständer, Säbel, Glocke, Schreibmaschine, Handschellen, rotokollbuch.
Es fehlte nur der Herr Wachtmeister, der einen auf seinem Stuhl angehört hatte. Über jedes Exponat wußte Herr Luipold interessantes zu berichten.
Ganz zum Schluß konnten die Eislinger noch einen Blick in die mehrere 100 Stück zählende Polizeimützensammlung werfen. Fast vom Boden bis zur Decke gab es auch aus dem Ausland dienstliche Kopfbedeckungen von einst und heute zu bestaunen .Beim Hinausgehen konnte man in einem weiteren Zimmer noch eine Dienststelle mit schön geschnitztem Tresen aus der Gründerzeit sehen.
Voll vieler Eindrücke und wachgerufener Erinnerungen saßen die Eislinger Senioren noch gemütlich in der Kantine der Bepo beisammen. Der Stadtseniorenrat und Hauptkommissar Luipold hatten den Besuchern einen sehr interessanten und informativen Nachmittag beschert.

 

 

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