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Bahn antwortet : „Hohe Akzeptanz und Kundenzufriedenheit“
Brief von Werner W. Klingberg als Dokument zu Nachlesen
12.8.2009 - Harald Kraus
Die im Filstal neu aufgestellten Fahrkartenautomaten erfreuen sich einer „hohen Akzeptanz und Kundenzufriedenheit“. Dies hat der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für Baden-Württemberg, Werner W. Klingberg, der SPD, der AWO und dem ACE Auto Club Europa auf deren Offenen Brief mitgeteilt.
“Der Vorteil der neuen Automaten ist, dass dort das gesamte Angebot der DB hinterlegt ist und auch Reservierungen und Spezialangebote direkt erworben werden können“, heißt es in dem Brief. Dem Hinweis bezüglich der Lichtempfindlichkeit der Displays wolle die Bahn nachgehen.
„Der Inhalt des Schreibens bestärkt mich erneut in der Auffassung, dass die Bahnmanager nicht wissen, wie es tatsächlich vor Ort aussieht“, erklärte Kraus nach Eingang des Schreibens, von dem auch Bürgermeister Günther Frank eine Kopie erhielt. „Ein Großteil der Nutzer, vor allem ältere Leute haben tatsächlich erhebliche Probleme bei der Lösung von Tickets an dem neuen Automaten“, sagt Kraus aufgrund der von ihm gemachten Beobachtungen und durchgeführten Einweisungen. Letztere bietet die Bahn “für Gruppen und Verbände“ in ihrem Antwortschreiben nun ebenfalls an.
In dem Schreiben Klingbergs wird darauf hingewiesen, „dass die neuen Automaten die Möglichkeit bieten, Fahrplanauskünfte einzuholen und auszudrucken. Daneben erfülle „die neue Automatengeneration auch alle Anforderungen an die Bezahlung, die nicht nur mit Bargeld, sondern auch mit EC- und Kundenkarte möglich ist“.
Der Konzernmanager erklärt in dem Brief weiter, dass die Automaten „zu 98 Prozent verfügbar“ seien und Störungsmeldungen automatisch im sogenannten „Cash-Center“ aufliefen. Nur Vandalismusschäden, die leider allzu oft vorkämen, würden nicht automatisch gemeldet.
Auch einem weiteren Kritikpunkt von SPD, AWO und ACE widerspricht Werner W. Klingberg: Die Anzahl der in einem Bahnhof aufzustellenden Fahrkartenautomaten werde im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung bestimmt, „wobei den Kosten, die ein solcher Automat pro Jahr verursacht, ein gewisser Umsatz gegenüberstehen muss“. Harald Kraus verlangt dagegen die Aufstellung eines weiteren Automaten, um den Bahnkunden das Lösen einer Fahrkarte „stressfrei zu ermöglichen“. „Ich bin sicher, dass sich ein zweiter Automat auch rechnet“, erklärte er.
Insgesamt hält Kraus die Antwort Klingbergs für bei weitem nicht ausreichend: „Erst wenn das Problem der Lichtempfindlichkeit gelöst und ein weiterer Automat aufgestellt ist, wird die Bahn ein Stück weit den Kundenbedürfnissen gerecht“. Er befürchte allerdings, dass zahlreiche Menschen, die bei einfachem Lösen einer Fahrkarte die Bahn benutzen würden, auf das Auto umsteigen. „Die Bahn hat schlicht einen nur begrenzten Blick auf die Realitäten“, resümiert Kraus.
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