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Von links: Günther Schreiber u. seine Bärbel, Stefan, Micha (Dt. Zwerghühner goldhalsig), Josef, Franzi, Stefan, Nadja, Beni, Lili, Zoltan, Richie, Ingrid, Tibor, Levi, Istvan, Ivett

 

30 Jahre Freundschaft nach Ungarn bei uns

30.5.2026 - TZV Stauferland, Stefan Raindl

 

Wie kann das sein, daß ich auf dem 1. Gruppenbild 1996 vor dem Taubengehege am Schurrenhof fehle? Entweder ich war der Fotograf oder war noch nicht geboren!

Sehnsüchtig erwartet bei Familie Schieche in Eislingen/F. wurde freitags an Pfingsten der Kleinbus der Züchter aus Villany und Umgebung beim TZV Stauferland. Schmerzlich vermißt wurde einer der Gründungsväter vom Gruppenbild, Istvan Eibel, der leider verhindert war. Neben dem Organisator, unserem Mitglied Tibor Szanto, „entstiegen“ bei sommerlichen Temperaturen dem Auto Bruteier, vielversprechende Chabo-Nachzucht vom 14jährigen Levente (Levi), sowie Tauben der Rassen Mondain, Giant Homer, ungarische Schautaube und Debreciner Roller. Kurzfristige Wünsche der Mitfahrer nach Chinesentauben und exotischen Vögeln sollten trotz aller Bemühungen leider unerfüllt bleiben.

Nach der Unterbringung der beiden Küken mit einer „Hennamilch“ bei Raindl´s sollte es ein kurzweiliger, lustiger Abend in der Höhengaststätte Schurrenhof werden, bei dem sich Tibor und unsere Lili als Dolmetscher schon mal „warmlaufen“ konnten. Nachdem „Pisti“ Eibel vor 2 Jahren ein gerahmtes Gründungsfoto erhalten hatte, war der Tag für den ebenfalls abgebildeten Gastgeber Hans Stollenmaier gekommen, der vom damaligen Zustandekommen unter der Leitung von „gyuri bacsi“ Georg Weidinger berichtete.

Da man uns letztes Jahr in Ungarn olympische Höchstleistungen abverlangt hatte, sollte es ein sportlicher Samstag im „Stauferland“ werden (Revanche). Der Rechberg wurde bereits vor 4 Jahren erklommen („Himalaya“) und so war jetzt der Hohenstaufen an der Reihe.

Der „Aufstieg“ bei Kaiserwetter erfolgte über die Ottenbacher Route. Basislager 1 war der Untere Stixenhof, wo Kunstflug-Taubenmann Steffen Weiler die „Debreciner“ übernahm und für 30 Jahre Mitgliedschaft mit VDT-Gold geehrt wurde. Im Basislager 2 (Oberer Stixenhof) erfolgte mit einem Trick die langersehnte Siegerehrung für unsere Jungzüchter. Das Stauferband für Matteo sowie ein Prototyp der Stauferschau-Tasse für Lenja Heer für dritte und zweite Plätze bei ihrer ersten Vereinsmeisterschaft mit Federfüßigen Zwergen.

Nach kurzer Besichtigung der Landmaschinen und „Simba“ dem Zuchtbullen (franz. Fleischrasse) erfolgte die Bekanntgabe, daß wir mit den Deutschen Reichshühnern im Auslauf nur deutsche Rassen sehen werden, nachdem wir letztes Jahr nur ungarische besuchten.

Basislager 3 wurde das Museum für Rotbart „Barbarossa“ und die Staufer-Ritter, wo wir einen Parkplatz ergattern konnten. Als wir kurzfristig erfahren hatten, daß uns auf dem Gipfel von 11-13 h ein Konzert anläßlich des Tags des Ehrenamts erwartet, schleppten wir Getränkekisten mit. Belohnt wurden wir mit einem Blick über das „Stauferland“.

Beim „Abstieg“ war der Ruf nach Tieren zu hören und so steuerten wir den Fußweg am „Reichenbach“ an, wo Alexander Baur exotisches Wassergeflügel, Vögel und anderes hält. Leider war er verreist.

Weiter ging es zum Donzdorfer Golfplatz. Auf dem Fußweg diskutierten wir über invasive Arten in unseren Ländern. Hierzu bot sich der künstliche See an, an dem gerade 1 Paar Rostgänse ihre Jungen aufzieht. Diese Art ist wie Nilgänse in der Fortpflanzungszeit höchst aggressiv und läßt keine anderen Wasservögel neben sich zu!

Nur von „Levi“ kam der Wunsch nach Golfspiel, aber ich blieb bei meiner „Überraschungstaktik“. So genossen wir das Mittagessen auf der Terrasse im Schatten. Der Schnupperkurs war natürlich von langer Hand geplant. Um 14.30 h starteten wir mit einem „Wägelchen“, das sich Tibor als alter Lkw-Fahrer gleich unter den Nagel riß, mit einem jungen Trainer zum „Putting“ Grün. Einen Wettbewerb zum Abschluß gewann natürlich „Levi“. Danach ging es zur „Driving Range“, wo jeder einen Korb voll Bälle erhielt und den Abschlag bis zur Erschöpfung üben konnte (16.15 h).

Jetzt gab es keine Ausreden mehr, wir mußten wieder über das Rehgebirge auf die Ottenbacher Ranch. Dort wurden wir vom Waschbär empfangen, der für viel Furore sorgt. Natürlich stand die Besichtigung und die Beantwortung vieler Fragen und Kniffe im Vordergrund. Da sich die Zuchtzeit dem Ende neigt, wurden noch schnell Bruteier von gelben Chabo als Geschenk für den leider verhinderten „Mihi“ nach Ungarn eingepackt.

Es folgte ein Spontanbesuch in der Reichenbacher Zuchtanlage, wo wir von Marcel Denk begrüßt wurden. Bei ihm haben goldhalsige Bantam wieder Einzug gehalten. Sein Angebot wildfarbige Warzenenten abzugeben mußten wir aufgrund des Transports ablehnen. Den geselligen Abend verbrachten wir beim „Beggaseff“ in Reichenbach (Bürgerstüble), wo unsere Gäste wie immer auch logieren.

Auch am Sonntag starteten wir um 09 h zu einer einstündigen Fahrt nach Winnenden zu unserem Ringverteiler Günther Schreiber, mit dem bereits 2022 eine „Züchtertour Rems-Murr“ ins Auge gefaßt wurde. Begleitet werden sollte sie von meinem Zuchtfreund Michael Dankhoff aus Remshalden, der leider kurzfristig erkrankte.

Und so empfing uns Günther mit seiner Bärbel und seiner Tochter in der Zuchtanlage, wo seine Deutschen Modeneser Schietti in rotfahl-gehämmert sowie die Zwerg-Cochin vorbildlich gehalten werden. Mit den blauen ist er ganz vorne dabei. Es sollte auch eine Überraschung für Tibor werden, der sich vor den Chabo den Cochin verschrieben hatte.

Während Zuchtkamerad „Micha“ für uns grillte und es zum Nachtisch Kuchen gab, reifte in Tibor und seinem Levi der Wunsch nach „Zwerg-Cochin“. Gerade als wir zum Gruppenbild antraten war ein Karton mit halbwüchsigen gefüllt!

Zur „Tour“ gehörte auch ein Abstecher beim Ringverteiler. Kaum hatten wir über Wände voller Bänder und Auszeichnungen sein Büro erreicht, da nutzten Franzi u. Beni sowie Josef die Gelegenheit schnell noch ein paar der ausreichend vorhandenen Bundesringe zu kaufen.

Punktlich um 14.30 h wurden 15 Personen von der Familie Langer am Kloster Lorch erwartet, wo Alfred den Besuch der Staufer-Falknerei vorbereitet hatte. Es sollte auch ein kleiner Trost für Ivett werden, die sich der Handaufzucht von exotischen Vögeln verschrieben hat (auch Eulen).

Danach wurden wir in der Lorcher Zuchtanlage zu einem „Snack“ eingeladen (Kuchen, Flammkuchen), wo ebenfalls keine Tauben mehr gehalten werden, die vor Jahren im Freiflug noch dafür sorgten, daß so mancher Hauptdarsteller der Greifvogel „Show“ im Tal mit dem Auto abgeholt werden mußte. Jetzt sorgen dort nur noch Aufwinde für Abwechslung.

Während die Vorständin Moni Kalkreuter die Begrüßung mittels App auf ungarisch hielt, erinnerten wir nochmal daran, daß nach unserem letzten Besuch der Stall von Catalin Pintea abbrannte. Erfreulich festzustellen war jedoch, daß neue Züchter Einzug gehalten haben. Allen voran unser Jugendmitglied Julian Langer, der uns mit Begeisterung seine Hühner zeigte.

Auf der Rückfahrt mußte von Josef noch ein Nachtquartier für die Tiere organisiert werden, während sich die „Stauferländer“ zum Abschlußessen auf dem Schurrenhof sammelten. Darunter auch meine ganze Familie, ohne die Aktivitäten wie diese nicht möglich wären!

Als es langsam dämmerte begannen Tibor und ich die letzten Geschenke vorzubereiten. Weinpräsente aus Villany gehen an „Hansi“ Stollenmaier, Andy den Gastwirt, Nadja u. Alexander, Stefan Jahn, Ingrid u. Uli Zeller, Franz Raindl, Helmut Wahl, den neuen Eislinger OB Marzian und natürlich unsere Dolmetscherin Lili Schieche.

Blieb der Pokal für lateinisch „XXX Jahre Partnerschaft Eislingen-Villany“. Für Levi war die Entscheidung einfach: unser 2. Vorsitzender Josef Kolb (hatte nebenher noch zu arbeiten). Nachdem das Pokalspiel Bayern-VFB am Vorabend 3:0 geendet hatte, war die Entscheidung ebenfalls 3:0

Tibor und seine Mitstreiter luden uns danach kurz und knapp zum Gegenbesuch an Pfingsten 2027 nach Ungarn ein. Um 06 h Montagmorgen starteten sie und kamen gut an!

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vL: Rolf Maunz, Istvan Eibel , György Folcz , dam. Vorstand aus Pecs , Georg Weidinger (Jebenhausen), Siegfried Staudenmaier (1. Vorst.), Mitglied aus Beremend (verstorben), Hans Staudenmaier

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