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Kaum zu glauben, aber wahr - die Seniorenfasnet geht ins 9. Jahr...und..

..vor einem Monat: 'vergnügter Nachmittag mit Theatergruppe Die Wolkenschieber

06.3.2014 - Christuskirchengemeinde Eislingen Senioren, B.Nürk

 

Kaum zu glauben, aber wahr - die Seniorenfasnet geht ins 9. Jahr
Pfarrer Lauterbach konnte viele Besucherinnen und Besucher- auch aus anderen Kirchengemeinden- am schmotzigen Donnerstag zum Seniorenfasnet begrüßen. Nicht nur die passende Tischdekoration mit gebastelten bunten Clowns erfreute die Anwesenden, sondern auch einfallsreiche Kopfbedeckungen und manch närrisches Gewand sorgten gleich für eine fröhliche Stimmung. Dass diese den ganzen Nachmittag anhielt, war mit ein Verdienst des Musikanten, Herrn Voith aus Rechberghausen und seinem Akkordeon. Trude Haserts traditionelle Fasnetsküchle dufteten bereits auf den Tischen, als Pfarrer i.R. Lauterbach passend zur närrischen 5. Jahreszeit über das tägliche Geschenk einer Bank von 86400 € begann. Die Zuhörer waren überrascht, staunten allerdings über die nicht verbrauchten €. Sie waren verblüfft, als aus den Euro Zeitsekunden wurden, die man Tag für Tag neu bekommt. Auch Senioren sollten das Geschenk der Zeit dankbar annehmen, sie gestalten und einen positiven Blick aufs Leben behalten, schloss der Redner.
Nach einem Choral zur Zeit gab es eine Kostprobe aus dem Anekdotenschatz des Ruhestandspfarrers, als er die Ergebnisse mehrerer Wissenschaftler über die Herkunft des Ötzi berichtete und große Heiterkeit beim Schlusseffekt erzeugte. Im Laufe des Nachmittags sollten noch mehrere mit herrlichen Ponten folgen. Herr Voith ließ zu Kaffeetrinken und den vorzüglich mundenden Küchle und guten Butterbrezeln heitere Wanderlieder erklingen.
Danach hörten die Senioren lustige Beiträge aus ihrer Runde. Das schlechter werdende Namensgedächtnis kam gleich im Doppelpack. Frau Frodl meinte zum Schluss „gut, dass ich noch meinen Namen weiß“, und der häufigste Ausdruck im Wortschatz des musikalischen Begleiters schien Dings zu sein. Es wurde bei beiden kräftig applaudiert. Was hätte besser auf die Kurzfassung des Gedichts die Loreley gepasst, als eine Schunkelrunde mit Rheinliedern. Textsicher beteiligte das närrische Publikum und hatte sichtlich Spaß dabei. Weiter ging’s zu Anton nach Tirol und alle Hände hoben sich zum Himmel und klatschen eifrig. Herr Zehs schwäbische Großmutter suchte ihre Brille und der Enkel erwies sich ebenso schlitzohrig wie hilfsbereit. Großes Gelächter und Beifall folgten.
Ein Highlight der Seniorenfasnet bietet immer das Seniorennachmittagsteam. Diesmal war es eine Kurzfassung des Märchens Aschenputtel. Immer wieder sonntags ertönte zum Einmarsch der Schauspieler. Auf der Bühne hinter einem großen Tuch erschienen die Märchenfiguren als bunte Perückenköpfe in Blitzesschnelle für den passenden kurzen Moment . Etliche verbindende Worte sprach der Erzähler, doch am meisten strapazierte das überaus häufige kurze ok der Akteure die Lachmuskeln der Zuschauer. Ein Riesenapplaus war der Dank für das Team
Bei Evergreens, alten Schlagern, Fasnetshits , Wanderliederpotpourri zum Mitsingen und einer Schunkelrunde mit Matrosenliedern stieg die Stimmung noch mehr an , gerade richtig zu einem weiteren Höhepunkt des Nachmittags ,der traditionellen Polonaise, die bei einigen Mutigen in einem kleinen Tänzchen endete.
Anschließend durften sich zwei anwesende Geburtstagskinder ein Lied wünschen. Eines wünschte sich ins Unterland, das andere, ein neues, dessen Wiegenfest heuer auf die Weiberfasnet fiel, erhielt viel Glück und viel Segen.
Am Ende der Seniorenfasnet dankte Herr Lauterbach allen Helfern und Mitwirkenden, die zu dem gelungenen schmotzigen Donnerstag beigetragen haben. Als Abschiedsmusik hatte de Ziehharmonikaspieler mit kleinem Schlagzeug einen Abend in Italien mit Caprisonne und Tiritomba herausgesucht .Dazwischen servierte er mundartlich schwäbischen Kartoffelsalat, ehe er die Besucher mit „dich gibt’s nur einmal für mich“ fröhlich nach Hause gehen ließ.
Der nächste Seniorennachmittag findet am 3. April 2014 statt. Der Kindergarten der Christuskirche kommt zu Besuch. Beginn 14.30 Uhr im Gemeindehaus an der Salacher Strasse.

Ein vergnügter Nachmittag mit der Theatergruppe Die Wolkenschieber 10.2.2014

Beim letzten Seniorennachmittag passte der Tischschmuck mit Forsythien und Tulpen gut zu dem grünen Februartag
Nach der Begrüßung stellte Pfarrer i .R. Lauterbach das Danken in den Mittelpunkt seiner Besinnung. Dem Lied „Nun lasst uns Gott dem Herren Dank sagen“ und ihn ehren- am Flügel begeleitet von Herrn Staudenmayer- schloss sich ein Dankspruch aus den Psalmen an. Am Beispiel eines Enkelchens, das beim Erhalt eines Geschenks zum Dankesagen erinnert wird, zeigte der Geistliche, wie auch wir Erwachsenen öfters das Danken vergessen. Jeder Tag, den man als älterer Mensch erleben darf, bietet viele Situationen und Gelegenheiten, bei denen ein Danke an Gott angebracht wäre. Mit dem Gebet „Ich danke dir Gott, dass du da bist“ und dem bekannten „Nun danket alle Gott“ wurde die kleine Andacht beendet
Gespannt wurde nun die Theatergruppe Die Wolkenschieber erwartet. Im ersten Sketch An der Theaterkasse schenkt ein Mann seiner Frau zum Geburtstag einen Theaterbesuch. Zum ersten Mal in ihrem Leben wollen die beiden eine Vorstellung besuchen. Zuerst studieren sie die aufgehängten Plakate der verschiedenen Bühnen. Als es an den Kartenkauf geht, bringen die zwei die Kassiererin mit ihrer Unwissenheit und Unentschlossenheit an den Rand eines Nervenzusammenbruchs und die Besucher immer wieder zu lautem Lachen. Kräftiger Applaus zeigte, wie gut den Senioren das kleine Stück gefallen hat.
Um für weiteres Heiteres gewappnet zu sein, folgte nun die Kaffeepause.
Danach ging es mit der Kehrwoche weiter. Zwei Witfrauen mit Besen, eher im Sonntagskleid als im Putzoutfit, unterhielten sich im Treppenhaus zuerst über ihre verstorbenen Ehemänner. Anschließend waren die Leute in dem Mehrfamilienhaus an der Reihe, besonders ein kürzlich zugezogener gut aussehender älterer Herr. Mit einer Enttäuschung, die das Publikum mit herzhaften Gelächter und viel Klatschen kommentierte, endete der Sketch.
Danach durften sich die anwesenden Geburtstagskinder ihre Lieder wünschen .Freut euch des Lebens und die freien Gedanken wurden gewählt. Auch der Mann am Klavier durfte sich ein Geburtstagslied wünschen, musste sich aber selbst begleiten.
Nachher wurde das Publikum ins Theater mitgenommen. Festlich gekleidet sucht ein Ehepaar seine Plätze auf. Kaum sitzen sie, beginnt die Frau „Du Waldemar“ und löchert ihren Gatten mit Fragen, dass es diesem ganz peinlich wird, Am schlimmsten ist es, als sie auf schlechte Gerüche kommt. Mit einer überraschenden Wende hörte das Zwiegespräch auf .Bei dem schon leise kichernden Senioren loste die eine wahre Lachsalve aus, der ein Riesenbeifall für die Amateurschauspieler folgte.
Dann stellten sich die Akteure der Theatergruppe vor. 2010 gegründet, proben sie wöchentlich im Bürgerhaus in Göppingen kleine Theaterstücke und Sketche. Mit Dank, einem Geschenk und einem letzten Applaus wurden die Theaterleute und ihr Intendant und Regisseur verabschiedet.
Nach einigen Wunschliedern und einem Kanon durften die Besucher zeigen, wie gut sie sich in Grimms Märchen auskennen. Bis auf den König Drosselbart wurden die teils schwierigern Umschreibungen alle geraten. Mit großer Gott wir loben dich ging ein unterhaltsame heiterer Nachmittag zu Ende, der schon wegen den Wolkenschiebern einige Teilnehmer mehr verdient gehabt hätte.

 

 

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