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Neue Buslinien mit Licht und Schatten
07.3.2010 - Harald Kraus
Beim jüngsten „Roten Treff“ der Eislinger SPD wurde lebhaft über die bisherigen Erfahrungen mit der neuen Routenführung der Buslinien 1 und 16 diskutiert. Dabei traten „Licht und Schatten“ zutage. Insgesamt wurde aber festgestellt, dass das neue Konzept zweifellos bemüht ist, eine bessere Anbindung der Eislinger Stadtteile zu erreichen. Über eine gegebenenfalls notwendige Anpassung soll nach einer gründlichen Analyse und einem Gespräch mit der Stadtverwaltung voraussichtlich im April entschieden werden.
Das war die Quintessenz von Erläuterungen, die der Vertreter der OVG, Wuttke, bei der SPD-Veranstaltung vor zahlreichen Besuchern zog. Er machte deutlich, dass die neue Linienführung mit einer besseren Übersichtlichkeit des Fahrplans verbunden werden konnte und die Verbindungen zwischen Nord und Süd verbessert worden seien. Die Anbindung an die Bahn sei besser gelungen und die Linie 16 habe den südlichen Stadtteil besser als bisher erschlossen. „Mehr war nicht drin, da die neue Linienführung kostenneutral bleiben musste“, stellte Herr Wuttke fest.
Der OVG-Vertreter bedauerte, dass es noch nicht gelungen sei, eine Vertaktung des Fahrplans vorzunehmen, dies sei aber in einem Gesamtkonzept des Busverkehrs im Landkreis bis etwa 2011/2012 in Aussicht genommen. Ein Fachbüro sei beauftragt worden, für dieses Ziel entsprechende Vorschläge zu machen.
Herr Wuttke versicherte, dass die konstruktive Kritik und die Vorschläge aus der Bevölkerung offen aufgenommen und geprüft werden sollen. Er zeigte Verständnis dafür, dass Nutzer aus dem Norden die neue Linie nicht so attraktiv wie die bisherige fänden, da sich ihre Fahrzeit nach Göppingen tatsächlich um einige Minuten verlängert habe.
In der Veranstaltung wurde vorgeschlagen, die Linie 16 im nördlichen Stadtteil mit einer zusätzlichen Schleife über die Salacher Str. – Ösch-Schulen – Talstraße – Hauptstr. zu führen, um für diesen Bereich die direkte Route über die Nordverbindung nach Göppingen wiederherzustellen. Ferner solle – so ein weiterer Vorschlag - erwogen werden, die Linie 1 über die Westtangente zu leiten, um eine attraktivere Fahrzeit in die Kreisstadt zu ermöglichen. Eine Bürgerin aus dem Vogelgarten bedauerte, dass jetzt eine Fahrt zum Altersheim mit Ausstieg in der Talstraße nicht mehr möglich sei. Ein anderer Diskutant meinte, es sei nicht hilfreich, wenn Fahrten nach Göppingen „zuerst eine Stadtrundfahrt in Eislingen“ erforderten.
Die längere Fahrzeit nach Göppingen könne, so wurde weiter erläutert, durch ein Umsteigen an der Haltestelle Bahnhof oder im Zentrum Nord verkürzt werden, erfordere allerdings im letzteren Fall einen kurzen Fußweg von der Kaufstätte zur neuen Haltestelle in der Jahnstraße.
Die OVG bat um Verständnis, dass die neue Linienführung einer Gewöhnungszeit bedürfe und dass die zu Tage tretenden Probleme und Nachteile mit der Stadtverwaltung besprochen und nach machbaren Lösungen gesucht würde. „Auch wir sind an einem Verkehrssystem interessiert, das von möglichst vielen Kunden angenommen wird und sie zufrieden stellt“, betonte Herr Wuttke.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Ritz forderte, zu prüfen, ob die Einführung einer ermäßigten Fahrkarte für den innerstädtischen Verkehr in Eislingen möglich gemacht werden könne.
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SPD Eislingen -
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