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Junge Union im Kreis besichtigt das Chemieunternehmen Zeller + Gmelin

Teilnehmer begeistert von Produktvielfalt

26.4.2013 - Junge Union Haas

„Ich bin begeistert von dieser Produktvielfalt – das hätte ich nie gedacht“, äußerte sich eine Besucherin am Rande der Werksführung. Im Rahmen der „Wochen der CDU“ besichtigte die Junge Union Eislingen/Salach/Ottenbach gemeinsam mit dem Kreisverband der Jungen Union in der vergangenen Woche das zuletzt wiederholt ausgezeichnete zertifizierte Ausbildungs- und Chemieunternehmen Zeller + Gmelin sowie das Recycling Unternehmen Südöl in Eislingen.

An der Pforte wurde die Gruppe um den Fraktionsvorsitzenden der CDU im Eislinger Gemeinderat Manfred Strohm, dem Vorsitzenden der örtlichen Jungen Union Jochen Haas und dem Kreisvorsitzenden der Jungen Union Simon Weißenfels von Daniela Klähn, verantwortlich für die Unternehmenskommunikation bei Zeller + Gmelin freundlich begrüßt und in Empfang genommen. Bevor die Gruppe über das Firmengelände geführt wurde, bekam die Gruppe von Frau Klähn einen ersten Einblick in die Firmengeschichte und die Produktpalette des Unternehmens. „Aktuell beschäftigen wir hier am Standort in Eislingen zirka 450 Personen – weltweit sind wir sogar knapp 900 Mitarbeiter – Wir sind ein familiengeführtes, mittelständisches Unternehmen und haben 16 Tochterunternehmen in 12 Ländern, in drei Jahren feiern wir unser 150-jähriges Firmenbestehen“. Eingekleidet und ausgestattet mit orangener Warnweste, Headset und Funkempfänger zum besseren Verständnis während der Führung, bekam die Gruppe zuerst einen Einblick in den Bereich Forschung und Entwicklung Schmierstoffe – kurz F + E unter der fachkundigen Führung von Ingo Messerschmid (Chemietechniker, zuständig für die Ausbildung der Chemielaboranten bei Zeller + Gmelin). „Hier lagern ständig um die 800 unterschiedlichen Industrieschmierstoffe aus dem Bereich der Zerspanung, Drahtziehmittel und Industrieöle“, so Herr Messerschmid.

Bevor die Gruppe über das Betriebsgelände geführt wurde gab Frau Klähn für die Sicherheit der Besucher eine wichtige Verkehrsregel bekannt: „Auf dem Betriebsgelände haben die Gabelstaplerfahrer vorfahrt“.

Nach einem kurzen Spaziergang über das Betriebsgelände besichtigte die Gruppe unter der Führung von Franz Kristmann (Ausbilder für die Chemikanten bei ZG) die natürliche, biologische Filterung der Emissionen des Unternehmens auf dem Dach eines Produktionsgebäudes. Hierfür musste die Gruppe jedoch „um die 80 Stufen“ bewältigen, bis sie nicht nur die herrliche Aussicht über Eislingen und das Werksareal genießen konnten, sondern auch um die Filteranlage anzuschauen. Mit Hilfe einer Filterung durch Holzhackschnitzeln und einer „großen Waschanlage“ (Zitat eines Teilnehmers) werden die belasteten Emissionen gefiltert, gereinigt, geklärt und so gesäubert, dass eine Geruchs- und Schadstoffbelastung für die Anwohner und Bevölkerung ausgeschlossen werden kann. „Das Unternehmen unternimmt – auf technisch höchstem Niveau – alles nur denkbare, um die Geruchsbelastung für die Anwohnerschaft so gering als möglich zu halten“, so Jochen Haas, Vorsitzender der örtlichen Nachwuchspolitiker.
Die Gruppe begab sich dann weiter zu verschiedenen Abfüllanlagen von Schmier- und Industriefetten und konnte verschiedenen Mitarbeitern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Weiter ging es nun zu den Divinol Schmierstoffen „die wohl bekannteste Markte der Zeller & Gmelin“ so Frau Klähn ergänzend. Die Gruppe besichtigte die zum größten Teil vollautomatisierte Abfüllung, Verpackungen und logistische Versandvorbereitungen von Motor-, Getriebe-, Rasenmäher- und Kettensägeöle der Marke Divinol.

Last but not least besuchte die Gruppe unter der Leitung des stellvertretenden Betriebsleiters und Laborleiters Thomas Matheis das Tochterunternehmen der Zeller + Gmelin, die Südöl – ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb für Recycling von Gebrauchtölen. Moderne und innovative Verfahren sichern und schließen den Kreislauf zwischen gebrauchten Motoren- und Maschinenölen zum wiedereinsetzbaren Frischöl für die Industrie und Werkstätten. Für die Jungpolitiker war die Besichtigung der Südöl nicht nur aufgrund des Umweltaspekts ein wichtiger Bestandteil der Werksführung – wenige Besuchergruppen besichtigen die Südöl.
„Kann der Verbraucher sein Motorenöl hier auch abgeben?“, so eine Frage eines Teilnehmers. Herr Matheis erläutert, dass nicht nur Öle aller Art in verschlossenen Behältnissen sondern auch alte Autobatterien, Neonröhren oder Ölfilter abgegeben werden können. „Wir arbeiten mit einer Vielzahl von Autohäusern hier im Landkreis Göppingen zusammen und recyceln unter anderem deren Öle“, so Herr Matheis abschließend.

Nach einer Interessanten und über zweistündigen Besichtigungstour auf dem Betriebsgelände begab sich die Gruppe wieder zurück ins Verwaltungsgebäude zu einer kleinen Stärkung. Hier erhielt die Gruppe abschließend umfassende Informationen zu den aktuell angebotenen Ausbildungsberufen und dem viel beschriebenen Fachkräftemangel im Unternehmen. „Ich bin nächstes Jahr fertig mit dem Abitur – welche Ausbildungsmöglichkeiten habe ich hier im Unternehmen“, „ist der Fachkräftemangel auch bei Ihnen spürbar“ oder „was bieten Sie Ihren Beschäftigten im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements“ eine Auswahl der Fragen der Teilnehmer.
Der Vorsitzende der örtlichen Jungen Union Jochen Haas bedankte sich im Namen der Besuchergruppe bei Frau Klähn und allen weiteren Mitwirkenden für die Möglichkeit der Führung und den Blick hinter die Kulissen und überreichte abschließend ein kleines Präsent.

Mit sehr viel neuem Wissen, Informationen und interessanten Eindrücken trat die Gruppe ihren Heimweg an.

 

 

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