|
|
|
Fachexkursion zum AKW Philippsburg
05.7.2018 - Die Eislinger Selbstständigen e.V. Detlev Nitsche
Die nicht alltägliche Gelegenheit, ein Kernkraftwerk zu besichtigen bot sich den Mitgliedern der Eislinger Selbstständigen. Oliver Marzian, der 2. Vorsitzender der Eislinger Selbstständigen ist, übt als Kämmerer der Stadt Ebersbach auch die Tätigkeit als Geschäftsführer der Ebersbacher Stromnetzgesellschaft aus. In dieser Eigenschaft gelang es ihm, eine Exkursion der besonderen Art zu organisieren.
Am 4. Juli um 10 Uhr trafen sich 18 Eislinger Selbstständige und Angehörige am P+R-Parkplatz in Eislingen und bestiegen den Bus Richtung Philippsburg. Die Gruppe wurde um 13 Uhr am Tor des Kernkraftwerkes erwartet. Da die Führung 4,5 Stunden dauern sollte, hielt der Bus auf einem Parkplatz kurz vor den KKW und die Mitglieder konnten sich ausgiebig mit einem Vesper und Getränken stärken.
Um 13 Uhr wurde den Besuchern das Tor zum stark gesicherten Kraftwerksbereich geöffnet. Erstes Ziel war das Besucherzentrum der EnBW, dem Betreiber des Kraftwerkes. Hier erhielt die Gruppe in Vorbereitung der Besichtigung einen Überblick über die Geschichte der EnBW sowie eine für Laien verständliche technische Erklärung des KKW. Danach wurden die Besucher in 3 Gruppen zu je sechs Personen aufgeteilt und die Führung begann.
Erste Anlaufstelle war die Sicherheitsschleuse zum Kontrollbereich. Die Gruppen mussten sich neben einer Ausweiskontrolle auch einer Leibesvisitation, ähnlich der eines Flughafens unterziehen und bekam einen Besucherausweis, der zum Betreten der weiteren Anlage berechtigte. Elektronische Geräte mussten im Besucherzentrum zurückgelassen werden.
Der wohl interessanteste der drei Bereiche (Druckbehälter, Maschinenhaus und Kühlturm) der Druckbehälter war das erste Ziel einer Gruppe. Dort nach einigen Kontrollen angekommen, wurde Schutzkleidung bestehend aus Überschuhen, Mantel und Helm angelegt. Ein Dosimeter, der zur Anzeige einer möglichen Strahlenbelastung nach dem Besuch im Inneren des Druckbehälters dient, wurde von den Kraftwerksbegleitern ebenfalls ausgehändigt. Nach einer Strahlenschleuse, in der die Dosimeter kalibriert wurden war noch der Durchgang durch eine Luftschleuse nötig, die durch den 1,8 m dicken Betonmantel in den Druckbehälter führte.
Im Druckbehälter herrscht eine leichter Unterdruck, so dass eventuell radioaktive Luftpartikel nicht in der äußeren Bereich gelangen können.
Im Inneren des Druckbehälters ist es sehr warm, da hier zum einen Druckwasserreaktor Wasser auf 326 °C erhitzt zum anderen auch die Kühlmittelpumpen Abwärme erzeugen. Beeindruckend war die Größe der Anlage mit dem riesigen Portalkran. Unwirklich schien die Tatsache, dass man sich wenige Meter über dem laufenden Reaktor auf den Betonabdeckplatten bewegen konnte, ohne einer Strahlung ausgesetzt zu sein. Neben dem Reaktor befand sich das Abklingbecken, in dem sich gebrauchte Brennstäbe befanden, die hier unter destilliertem Wasser gelagert werden, bis sie sich abgekühlt haben. Diese werden dann in Castorbehälter geladen und in das auf dem Gelände befindliche Zwischenlager befördert.
Nach der Besichtigung des Druckbehälters mussten dann nach Ausschleusung zwei Strahlenkontrollen absolviert werden, die eine mit der Schutzkleidung, eine weitere nach Ablegen der derselben. Hier wurde sichergestellt, dass keine strahlenden Partikel in die Außenwelt gelangten.
Im Maschinenhaus, das nur mit Gehörschutz betreten werden konnte, waren die drei Turbinen, auf denen der erzeugte Dampf in mechanische Energie umgewandelt wird und der Generator untergebracht. Die Anlage war haushoch und ca. 80 m lang. Darunter befinden sich die Kondensatoren, die den Dampf aus den Turbinen wieder in Wasser überführen. Dies geschieht mithilfe eine Wärmetaucheranlage, dessen Wasser im Kühlturm abgekühlt wird und teilweise wiederverwendet als auch wieder in den Rhein zurückgeführt wird.
Letzte Station war der Kühlturm, dessen Inneres auf einer Höhe von ca. 12 m betreten werden konnte. Dort befand sich ein Laufsteg . Im Kühlturm, der eine Höhe von 132 m aufweist, herrschte eine eigenartige Atmosphäre. Hier herrschte dichter Nebel, so dass die Öffnung nach oben nur durch einen diffusen Lichtschleier erahnt werden konnte. Auch hier war die Kombination der Hitze und die 100%-ige Luftfeuchtigkeit geeignet, einen sofort zum Schwitzen zu bringen.
Nach dem Besuch dieser letzten Station ging es zurück zum Besucherzentrum. Hier wurde in einer abschließenden Runde über die Zukunft der Energieversorgung diskutiert. Block 1 des KKW ging bereits 2011 vom Netz. Die Abschaltung des 2. Blocks ist für 2019 vorgesehen. Die Kühltürme werden 2020 gesprengt. Dort soll nach weiteren Planungen zufolge eine Konverterstation errichtete werden, die denStrom von Offshore-Windkaftwerken aus Ost-und Nordsee mit der bestehenden Leitungsinfrastuktur im süddeutschen Raum verteilt.
Den Abschluss der Fahrt war ein gemeinsames Abendessen in Leopoldshafen im Restaurant Hopfengarten, in dem die Gruppe sehr gute Fisch-und Fleischgerichte genießen konnte. Die ebenfalls hervorragenden Desserts konnten sich ebenfalls sehen lassen. Der Bus traf gegen 22:30 Uhr wieder am Bahnhof Eislingen ein. Ein erlebnisreicher und anstrengender Tag ging für die Mitglieder der Exkursionsgruppe zu Ende.
Hier gibt es weitere Informationen zu diesem Artikel:
http://www.die-eislinger-selbststaendigen.de
|
|
Aufrufe dieser Seite seit 06.07.2018: 4310
zur Druckansicht
 Das Kernkraftwerk Philippsburg
 Sicherheit wird groß geschrieben |  Das Besucherzentrum der EnBW |  Die Selbstständigen hatten einen interessanten Tag |
| |
|
Hier zum Aufruf aller Artikel der Rubrk(en):
Die Eislinger Selbstständigen e.V. -
|
|
Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:
|

| efa gedenkt einer eindrucksvollen Politikerin Am 8. März 2015 war Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth als Festrednerin zu Gast 03.2.2026 - Eislinger Frauenaktion efa Als Parlamentarierin und Bundesministerin war Dr. Rita Süssmuth eine leidenschaftliche Vordenkerin in der Frauen- und Familienpolitik und trieb die Gleichberechtigung von Frauen voran. Bis zuletzt setzte sie sich mit scheinbar unbegrenzter Energie für mehr Repräsentanz von Frauen in Parlamenten ein.
In ihrer Festrede betonte sie: 'Im Kleinen, in der Familie, wie im Großen unverzichtbar: Auc... ..lesen Sie hier weiter | |
| 
|  Fastfoodverpackungen, Kabelbinder und Zigarettenkippen Cleanup in Eislingen auch bei Schnee gut besucht 01.2.2026 - Cleanup Eislingen Thorsten Rabel Bei strahlendem Sonnenschein, aber winterlichen Temperaturen, fand am Wochenende ein weiteres Cleanup in Eislingen statt. Treffpunkt war der Fußweg nach Holzheim in der Ahornstraße. Nach einer kurzen Stärkung mit Brezeln machten sich die Teilnehmenden motiviert an die Arbeit.
Rund zwei Stunden lang sammelten 13 Helferinnen und Helfer Abfälle entlang des B10-Zubringers, in LKW-Parkbuchten, ... ..lesen Sie hier weiter | |
| 
| Musik, Motivation und eine Prise Magie Orchesterklausur in Biberach 01.2.2026 - TSG Musikzug Gerold Deppisch Wenn ein ganzes Orchester seine Koffer packt und für ein Wochenende in die Jugendherberge zieht, dann liegt etwas Besonderes in der Luft. Genau das geschah vom 30. Januar bis zum 1. Februar 2026, als sich das aktive Orchester des TSG‑Musikzugs auf den Weg nach Biberach machte. Ziel: drei Tage voller Musik, Gemeinschaft – und einer ordentlichen Portion Vorfreude auf das große Jahreskonzert a... ..lesen Sie hier weiter | |
| 
| efa ruft zur Teilnahme an Kundgebung & Gesprächen auf Eislingen bleibt bunt 30.1.2026 - Eislinger Frauenaktion efa Am Donnerstag, dem 5. Februar, nehmen wir an der Kundgebung für Vielfalt, Respekt und Demokratie teil. Aufgerufen hat hierzu Ulrike Haas. Wir zeigen Gesicht gegen die unwürdigen gesellschaftlichen Spaltversuche von rechtsextremen Zusammenschlüssen.
Machen Sie mit und kommen Sie am 5. Februar um 18 Uhr zum Schlossplatz am Rathaus Eislingen. | |
| 
| TSG-Minions wirbeln durch den Narrensprung in Rechberghausen
25.1.2026 - TSG Musikzug Gerold Deppisch Am Sonntag, den 25. Januar 2026 verwandelte sich Rechberghausen in ein fröhlich brodelndes Minion-Labor, denn der Musikzug der TSG Eislingen beschloss den 29. Narrensprung mit einem Auftritt, der selbst eingefleischte Fasnetsprofis ins Staunen brachte. Während sich zuvor 89 Gruppen durch die Innenstadt schlängelten, tauchte plötzlich eine gelb-blaue Welle auf, bewaffnet mit Trompeten, Tuben u... ..lesen Sie hier weiter | |
| 
| Übergabe von Spendengeld an Frauenhaus Göppingen Beate Simon erhält Spende aus efa Veranstaltung am 25.11.25 21.1.2026 - Eislinger Frauenaktion efa Im Rahmen der ersten efa Sitzung am Dienstag den 20. Januar 2026 konnte Kassiererin Petra Esslinger die stolze Summe von 200€ an die Leiterin des Göppinger Frauenhauses- Beate Simon- übergeben. Die Spenden wurden bei der Veranstaltung am 25. November 2025 zum Thema 'Digitale Gewalt' gesammelt. Franziska Benning von der Organisation HateAid- informierte an diesem Abend über die Auswirkungen v... ..lesen Sie hier weiter | |
| 
|  Hufschlag statt Taktstock Esel geben beim Jahresauftakt des TSG Musikzugs den Ton an 10.1.2026 - TSG Musikzug Gerold Deppisch Der Musikzug eröffnete das Jahr 2026 am 10. Januar mit einem außergewöhnlichen und stimmungsvollen Auftakt. Rund 90 Teilnehmende – darunter zahlreiche Musikerinnen und Musiker sowie viele Eltern – fanden sich an der Zachersmühle an der Straße Richtung Adelberg ein, um gemeinsam ein Esel-Trekking zu erleben, das schon im Vorfeld für neugierige Vorfreude gesorgt hatte.
Mit insgesamt 15... ..lesen Sie hier weiter | |
| 
|  Neujahrsempfang im Altenzentrum St. Elisabeth
10.1.2026 - Altenzentrum St. Elisabeth Bettina Peller Am vergangenen Donnerstag wurde das Altenzentrum St. Elisabeth ab 18:30 Uhr zum stimmungsvollen Treffpunkt für Mitarbeitende und den Vereinsrat des Katholischen Kranken- und Wohlfahrtspflegevereins St. Markus e. V., dem Träger des Hauses. Der Neujahrsempfang bot einen wertschätzenden Rahmen, um gemeinsam in das neue Jahr zu starten und Danke zu sagen.
Der Empfang begann im Atrium mit Finger... ..lesen Sie hier weiter | |
| 
|  Sternsinger bringen Segen ins Altenzentrum St. Elisabeth
07.1.2026 - Altenzentrum St. Elisabeth Bettina Peller Am Montag, den 05. Januar 2026, durften sich die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenzentrums St. Elisabeth in Eislingen über einen ganz besonderen Besuch freuen: Die Sternsinger waren im Haus zu Gast und brachten den traditionellen Segen zum Jahresbeginn. Insgesamt 13 Kinder, begleitet von 4 engagierten Betreuerinnen und Betreuern, machten sich auf den Weg durch das Altenzentrum. Um möglichst ... ..lesen Sie hier weiter | |
| 
| Ehrenamtliche sind beim Neujahrs-Cleanup unterwegs Engagement, das Hoffnung macht 06.1.2026 - Cleanup Eislingen Thorsten Rabel Das neue Jahr begann in Eislingen mit Tatkraft und Gemeinschaftssinn. Am Neujahrstag trafen sich um 12 Uhr an der Stadthalle 17 Bürgerinnen und Bürger – darunter auch Kinder –, um gemeinsam die Hinterlassenschaften der Silvesternacht zu beseitigen.
Zwei Stunden lang wurde gesammelt, sortiert und getragen. Am Ende kamen rund zwei Kubikmeter Müll zusammen, überwiegend Reste des Feuerwer... ..lesen Sie hier weiter | |
|
|
|
|