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Nochmals: Geschichtspfad - der Antrag dokumentiert

Geschichte muss vor Ort erlebbar werden (auch ohne Container)

03.12.2010 - SPD-Fraktion

 

Der Antrag im Wortlaut:

SPD-Gemeinderatsfraktion
Eislingen, den 2. Dezember 2010
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die SPD-Fraktion stellt folgenden Antrag zur Sitzung am 13.12.2010:

Stadtjubiläum 2011
Geschichtspfad mit Begleitprogamm

Der Gemeinderat möge beschließen:
1. Der Geschichtspfad wird in der ursprünglich geplanten Form ohne Container (ohne aufwendige Aufsichten und ohne die Kosten von etwa € 200.000,-) in einem Kostenrahmen von etwa € 30.000,- erstellt
a. durch Informationstafeln am Ort der geschichtlichen Funde z.B. am Weg nach Salach an der Stelle des römischen Kohortenkastells (großformatige Bilder. z.B. mit dem Brugger-Luftbild vom Kastell oder das Bild eines Alamannengehöfts und Fotos von den Ausgrabungen bei der Pestalozzischule oder dem Mühlkanal mit Fotos von wettkämpfenden Kindern in Booten beim Adler oder beiderseits der Fils Informationen über Groß- und Kleineislingen mit einem Zollhäuschen und Schlagbaum) oder einem Fischsaurierpanorma wie im Katalog an der Fundstelle
b. über das Jahr verteilt finden an den wichtigen Fundstellen jeweils Wochenendveranstaltungen statt (z.B. Römertage beim Kastell an der Salacher Straße) mit Einbeziehung der Schulen und erfahrenen „Akteuren“, bei den Römern zum Beispiel Vermessungstechnikern, Militär etc, bei den Sauriern Saurierdrachenwettbewerb
c. die Firma Archäo wird mit der Durchführung des Projekts beauftragt (Gestaltung der Infotafeln und Organisation der Projekttage)


Begründung:
Das von Herrn Warmbrunn sehr anspruchsvoll geplante Projekt mit dem Geschichtspfad mit von Archäo gestalteten Containern, das sicher bei entsprechender Bewerbung eine große Wirkung außerhalb Eislingens gehabt hätte und deshalb vom Gemeinderat einstimmig beschlossen worden war, hat sich nach dem Weggang von Herrn Warmbrunn als nicht realisierbar herausgestellt. In der Verwaltung fehlte die treibende Kraft, die das Projekt durchgezogen hätte, insbesondere aber wurde versäumt, rechtzeitig die Bevölkerung ins Boot zu holen, denn ohne die aktive Teilnahme von vielen Eislingerinnen und Eislingern hätten die 2.500 Stunden an Aufsichten nicht besetzt werden können. Angesichts dieser Situation sind allen Fraktionen die im Haushalt eingesetzten € 200.000 als viel zu hoch angesehen worden (Stand nichtöffentliche Sitzung vom 29.11.2010).
Ein bleibender Geschichtspfad (analog zum Geologischen Lehrpfad mit den Saurierfunden) muss das Herzstück eines geschichtlichen Stadtjubiläums sein und wird die Eislinger Bevölkerung nachhaltig an die vielfältigen Ereignisse in ihrer Stadt erinnern.
Die Konzentration der Geschichte Eislingens auf die drei Tage des Stadtfests würden keine aktive Beteiligung der Schulen zulassen und gegen das vom Gemeinderat beschlossene Konzept verstoßen, das Jubiläum nicht auf die Stadtfestwoche zu beschränken, sondern über das Jahr verteilt sich mit der reichhaltigen Geschichte Eislingens zu beschäftigen.
Wir sind auch der Meinung, dass es sinnvoller ist, die von der Firma Archäo erarbeiteten Grundlagen produktiv für dieses Projekt einzusetzen, anstatt die Firma ohne sichtbare Leistung in der Stadt für ihre Aufwendungen zu entschädigen.
Mit freundlichen Grüßen

Peter Ritz
Fraktionsvorsitzender




Das Anschreiben (auch an die Presse):

Sehr geehrter Herr Heininger,
sehr geehrte Damen und Herren,

die SPD-Fraktion war doch sehr überrascht, gestern von der NWZ (Herrn Grupp) zu erfahren, dass der Geschichtspfad vom Gemeinderat in der nichtöffentlichen Sitzung am Montag endgültig gestrichen worden sei.
Abgesehen davon, dass es schon seltsam ist, dass solche Mitteilungen nicht an den Gemeinderat parallel gehen, dass der Gemeinderat also aus der Presse vermeintliche Beschlüsse des Gremiums erfahren muss, ist festzustellen, dass diese Aussage unserer Wahrnehmung nach nicht zutrifft.

Zum Ablauf des Vorfahrens: Am Montag, 22. November 2010 wurde in der Mensa im Ösch die Bevölkerung über die große Containerlösung informiert und es wurde öffentlich erklärt, dass am 29.11.2010 im Gemeinderat keine Entscheidung fallen soll, im Gegenteil wurden die Anwesenden aufgefordert, für die Containerlösung zu werben. Kolping und der Chor des Liederkranzes mit Herrn Herr hatten zuvor ihre Bereitschaft zur Übernahme von Aufsichten signalisiert.
Insoweit ist es schon rechtlich nicht möglich, dass der Gemeinderat - und dann noch in nichtöffentlicher Sitzung! - das Projekt abbläst.
Außerdem lag zu dieser Zeit der Antrag der SPD-Fraktion (in der Haushaltsrede) vor, eine Minimallösung des Geschichtspfads zu verwirklichen; über diesen Antrag ist am 13.12. 2010 zu entscheiden.

Unserer Wahrnehmung nach wurde am Montag, 29.11.2010 von der großen Mehrheit des Gemeinderats signalisiert, dass sie der großen Containerlösung wegen der Kosten und wegen der fehlenden Aufsichten keine Chance geben. Auch die SPD-Fraktion hat sich diesbezüglich geäußert. Es wurden verschiedene mögliche Alternativen diskutiert oder vorgestellt.
Am Ende der Diskussion stand die Aussage von der Kulturamtsleiterin Frau Schäfer, dass man ihr Gelegenheit geben solle, ein Alternativkonzept zu entwickeln.

Wir gehen davon aus, dass - wie geplant -, der Gemeinderat am 13.12.2010 in öffentlicher Sitzung über das weitere Vorgehen bezüglich des Geschichtspfads beraten und entscheiden wird, auch über den angefügten Antrag der SPD-Fraktion.

Wir beantragen gleichzeitig, dass zu dem bisherigen Verfahren zurückgekehrt wird, dass die Art und Weise und der Inhalt der Veröffentlichung von im Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung diskutierten Vorgängen am Ende der Sitzung beschlossen wird. Es kann nicht sein, dass die Verwaltung unabgestimmt ihre Wahrnehmung an die Öffentlichkeit gibt.

Wir würden uns freuen, wenn wir zu der kooperativen Praxis, die wir in dreißig Jahren erlebt haben, zurückkehren würden.
Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Peter Ritz






 

 

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Eislingen

Saurierdrachen als herbstliches Highlight an der Saurierbrücke


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