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Ein schöner Tag – Vereinsausflug des OGV Krummälden am 2. Oktober 2011

18.10.2011 - Wolfgang Blessing

Gut gelaunt starteten 45 Mitglieder des Vereins mit Angehörigen bei strahlendem Sonnenschein beim Feuerwehrmagazin zum diesjährigen Jahresausflug. Mit dem Omnibus der Firma Rühle-Gold trafen wir wie geplant um 10 Uhr beim Wasserwerk Langenau zur vereinbarten Führung ein. Doch wo war die Sonne? Es war so neblig, dass unsere Führerin mit einer Handbewegung sagte: „Dort, wo Sie nichts sehen, ist das Donauried.“

Den einleitenden Film verfolgten alle Teilnehmer interessiert. Auch die Jüngsten schauten gespannt auf die Szenen, die deutlich machten, wie wichtig und wertvoll das Wasser für uns alle ist. Anschließend wurden wir in verschiedene Bereiche des Wasserwerks geführt und erfuhren u. a., dass die Landeswasserversorgung nicht nur aus dem Donauried, einem der bedeutendsten Grundwasser-speicher im Land, Trinkwasser gewinnt, sondern auch der Donau jährlich rund 30 Millionen Kubikme¬ter Wasser entnommen und aufbereitet wird. Beeindruckend war die Enthärtung durch Entcarbonisie¬rung und die Kompaktflockungsanlage, in der Trübstoffe und organische Verunreinigungen entfernt werden. Diese Anlage hat eine maximale Kapazität von 1.300 Litern je Sekunde, eine unglaubliche Wassermenge, die durch Rohre mit bis zu 2 Metern Durchmesser fließt. Weitere Verfahrensschritte sind die Ozonung, die Flockungs- und Aktivkohlefiltration sowie die Desinfektion des Wassers. Ein Filtratbehälter, der eine Wassermenge von 10 Millionen Litern fasst und mit seinen Säulen eher an ein wunderschönes Hallenbad erinnert, dient als Zwischenspeicher für das zu Trinkwasser aufbereitete Flusswasser der Donau. Die unvorstellbare Menge von rund 100 Millionen Litern Wasser durchströmt diesen Behälter täglich. Die letzte Station ist der Reinwasserbehälter, der eine Wassermenge von 20 Millionen Litern, den Tagesbedarf einer Stadt von 160.000 Einwohnern, fasst. Darin wird das zu Trinkwasser aufbereitete Donauwasser mit dem im Donauried geförderten Grundwasser gemischt und mit Förderpumpen ins Leitungsnetz bis nach Stuttgart geschickt. Über eine weitere genannte Zahl konnten wir nur staunen: Für diese Aufbereitung zum am besten überwachten Lebensmittel Trinkwasser entstehen in Langenau monatlich Stromkosten von 400.000 Euro! Es war so interessant, dass wir unseren Führerinnen gerne noch länger zugehört hätten aber, nachdem wir die vorgesehene Zeit bereits um 30 Minuten überschritten hatten, mussten wir mit dem geplanten Tagesprogramm fortfahren.

Im Brauerei Gasthof Schlössle in Neu-Ulm-Offenhausen wurden wir schon zum Mittagessen erwartet, leider nicht direkt im Biergarten, da es auch dort zu lange Nebel hatte und die Wirtin deshalb in der Stube gedeckt hatte. Zügig wurden wir im sonnendurchfluteten Raum mit Blick auf den Biergarten mit den verschiedensten teils deftigen bzw. vegetarischen Speisen bewirtet. Das im Haus gebraute Bier fand ebenfalls Anklang und für einen gemütlichen Abschluss unter Kastanien im sonnigen Biergarten war auch noch Zeit.

Unsere letzte Station war der Botanische Garten der Universität Ulm, ein 28 ha großes Gelände, auf dem nicht nur ein interessantes Freigelände angelegt ist, sondern auch Tropenhäuser zur Besichtigung einladen. Wir hatten uns für eine Kurzführung durch das untere Freigelände mit Bauern- und Rosengarten sowie eine biologische Abteilung angemeldet und erfuhren durch eine fach- und sachkundige Diplom-Biologin viel Interessantes. Der angebotene Aktionstag Streuobstwiese mit Apfelsaft pressen und Kinderprogramm sowie eine Ausstellung kleiner und großer Pilze im Foyer der Gewächshäuser waren einen Besuch wert. Auch der relativ neu angelegte Apothekergarten war sehenswert sowie die im Arboretum wachsenden Bäume und Sträucher aus aller Welt.

Wir verbrachten zusammen einen schönen sonnigen Herbsttag, der bei unserem Mitglied Jürgen Daub im Bürgerstüble in Krummwälden ausklang.

 

 

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