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Gesellschaftsvertrag unterzeichnet: Stromnetze gehen auf neue Gesellschaft über

06.8.2013 - PSE (Pressestelle der Stadt Eislingen)

Der Gesellschaftsvertrag zwischen der Stauferwerk GmbH & Co. KG und der EnBW Regional AG sowie der EnBW ODR AG wurde heute in den Räumen des Stauferwerks in Eislingen unterzeichnet. Die Stromnetze von Eislingen, Donzdorf und Ottenbach gehen rückwirkend zum 1. Juni 2013 auf die neu gegründete Stauferwerk Netzgesellschaft GmbH & Co. KG über.
Die Stauferwerk GmbH & Co. KG betreibt künftig in einer gemeinsamen Netzgesellschaft mit der EnBW Regional AG und der EnBW ODR AG die Stromnetze in Eislingen, Donzdorf und Ottenbach. Am Freitag, 2. August, fand die notarielle Vertragsunterzeichnung zur Gründung der Stauferwerk Netzgesellschaft GmbH & Co. KG statt. Vorausgegangen waren die Entscheidungen der Gemeinderäte, die in ihren Sitzungen im Juli dieser Vorgehensweise einstimmig zugestimmt hatten.
Eislingen, Donzdorf und Ottenbach haben damit das Ziel der Netzübernahme erreicht, denn das Stauferwerk hält 83,4 Prozent an der neuen Gesellschaft (EnBW Regional AG 16 Prozent, EnBW ODR AG 0,6 Prozent). Zukünftig wird die Stauferwerk Netzgesellschaft für die Errichtung, den Ausbau und die Verpachtung der Netze und der dazugehörigen Anlagen verantwortlich sein. Die Geschäftsführung der Netzgesellschaft werden sich das Stauferwerk und die EnBW teilen, wobei ein kaufmännischer Geschäftsführer vom Stauferwerk und ein technischer Geschäftsführer von der EnBW eingesetzt werden. Der Aufsichtsrat wird aus acht Mitgliedern bestehen (6 Vertreter vom Stauferwerk, 1 Vertreter EnBW Regional AG, 1 Vertreter EnBW ODR AG).
„Diese Lösung, eine gemeinsame Netzgesellschaft zu gründen, ermöglicht es Eislingen, Donzdorf und Ottenbach wie geplant die Daseinsvorsorge in Sachen Energie in die eigene Hand zu nehmen.“, so Martin Stölzle, Aufsichtsratsvorsitzender der Stauferwerk GmbH & Co. KG und Bürgermeister der Stadt Donzdorf. „Darüber hinaus, handelt es sich um eine wirtschaftlich sinnvolle Vorgehensweise für unsere Kommunen. Die Stromnetze können sogar rückwirkend zum 1. Juni 2013 übernommen werden.“
Stauferwerk-Geschäftsführer Christian Gropp erklärt, dass die Stromnetze der Gemeinden im ersten Schritt von der Stauferwerk-Netzgesellschaft an die beiden EnBW-Gesellschaften für die nächsten fünf Jahre verpachtet werden: „Auf Grund der konstruktiven Verhandlungen mit der EnBW in den letzten Monaten, die zu dieser Lösung geführt haben, sind wir sicher, dass wir die richtige Entscheidung für das Stauferwerk und Eislingen, Donzdorf und Ottenbach getroffen haben“. Wesentlicher Unterschied zu anderen Netzgesellschaften ist, dass die Netze nach Ablauf dieser fünf Jahre auch an die Stauferwerk GmbH & Co. KG verpachtet werden können. Damit ist das ursprünglich angestrebte Geschäftsmodell in vollem Umfang erreicht.
„Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit in einer guten und starken Partnerschaft mit den Gemeinden und dem Stauferwerk. Gewerbe, Industrie und Bürgerschaft werden langfristig profitieren“, sagt Dr. Nikolaus Scheirle, Leiter des EnBW-Beteiligungsmanagements, und erläutert weiter: „Unsere Aufgabe ist es, für einen sicheren und zuverlässigen Stromnetzbetrieb zu sorgen. Als langjähriger und erfahrener Netzbetreiber – auch in Eislingen, Donzdorf und Ottenbach – kennen sich unsere hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Geschäft sehr gut aus.“
Vor ziemlich genau drei Jahren entschieden sich die Kommunen Eislingen, Donzdorf und Ottenbach das Thema Energie in die eigenen Hände zu nehmen. Gemeinsam mit der Alb-Elektrizitätswerk Geislingen-Steige eG als strategischem Partner wurde die Stauferwerk GmbH & Co. KG gegründet. Während die drei Kommunen mit 60 Prozent der Anteile für die lokale Verankerung sorgen, lässt das Albwerk das notwendige Know-How eines modernen Energiedienstleisters in das neue Unternehmen miteinfließen.
Langfristiges Ziel des Stauferwerks ist es, in Eislingen, Donzdorf und Ottenbach eine nachhaltige Energieversorgung aufzubauen. Diese ruht im Wesentlichen auf vier Säulen:
- Stromvertrieb: Anbieten attraktiver Stromprodukte vor Ort
- Regenerative Energien: Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region
- Erbringung von Energiedienstleistungen (z.B. Straßenbeleuchtung)
- Übernahme und Betrieb der Stromnetze in Eislingen, Donzdorf und Ottenbach.
Während das Stauferwerk mittlerweile schon über 2200 Kunden mit seinem Stauferstrom gewinnen konnte, Photovoltaik-Anlagen in Eislingen auf den Dächern zweier Schulen betreibt und als Energiedienstleistung die Straßenbeleuchtung in Eislingen und Donzdorf sowie ab nächstem Jahr auch in Ottenbach unterhält, ist die Netzübernahme noch nicht abgeschlossen. Hierzu mussten systematisch drei Meilensteine erarbeitet werden:
1. Erhalt der Stromkonzessionen: Mit der Vergabe der Stromkonzessionen der Kommunen an einen Energieversorger erhält dieser für maximal 20 Jahre das Recht zur Verlegung und zum Betrieb von Stromleitungen. Das Stauferwerk konnte sich bereits im Jahr 2011 die Stromkonzessionen von Eislingen, Donzdorf und Ottenbach sichern.

2. Entflechtung: Um die Stromnetze in den Kommunen wirtschaftlich und technisch betreiben zu können, müssen sie aus dem Netz der bisherigen Netzbetreiber „herausgelöst“ werden. Hierzu müssen Alt- und Neukonzessionär miteinander verhandeln. Das Stauferwerk konnte diese Verhandlungen bereits in der zweiten Jahreshälfte 2012 mit den bisherigen Netzbetreibern, der EnBW Regional AG und der EnBW ODR AG, erfolgreich abschließen.

3. Kaufpreisverhandlung: Um Netzeigentümer zu werden, muss das Netz dem bisherigen Eigentümer abgekauft werden.
Auch den letzten Schritt konnte das Stauferwerk mit der Gründung der Netzgesellschaft nun erfolgreich gehen. Die Geschäftspolitik der Muttergesellschaft, der Stauferwerk GmbH & Co. KG, bleibt von der neuen Netzgesellschaft unberührt. Das Stauferwerk wird seine bisherige Linie in den Geschäftsfeldern regenerative Erzeugung, energienahe Dienstleistungen und Vertrieb beibehalten. Damit hat die Gründung der Netzgesellschaft für die Stromkunden des Stauferwerks keine Auswirkungen. Die Mitarbeiter des Stauferwerks sind wie gewohnt in Eislingen in der Schillerstr. 21 und während der Kontaktzeiten in den Rathäusern in Ottenbach und Donzdorf für ihre Kunden da.

 

 

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Eislingen

v.l.n.r.: Dr. Nikolaus Scheirle (EnBW), Klaus Heininger (Eislingen), Martin Stölzle (Donzdorf )Gerhard Engler (Alb-Elektrizitätswerk ), Oliver Simonek (EnBW), Philipp Katz (EnBW), Ralf Wuchenauer (Alb-Elektriziätswerk), Christian Gropp (Stauferwerk )


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